Gold: Positive Geschäftsentwicklungen!
Gold klettert am Montag auf rund 5.150 Dollar je Feinunze – der höchste Stand seit drei Wochen. Zwei Krisen treiben die Nachfrage: Ein historisches Supreme-Court-Urteil gegen Trumps Zollpolitik löst Handelschaos aus. Zeitgleich droht eine militärische Eskalation mit dem Iran. Beide Faktoren verstärken die Flucht in sichere Anlagen.
Supreme Court kippt Zölle – Trump erhöht auf 15 Prozent
Am Freitag erklärte der Supreme Court in einer 6:3-Entscheidung Trumps Zölle für rechtswidrig. Die auf dem International Emergency Economic Powers Act basierenden Abgaben verstoßen laut Chief Justice John Roberts gegen die Verfassung. Das Recht zur Erhebung von Zöllen liege beim Kongress, nicht beim Präsidenten.
Trumps Antwort folgte umgehend: Noch am Freitag kündigte er einen globalen Zoll von 10 Prozent unter Section 122 des Trade Act an. Einen Tag später erhöhte er auf 15 Prozent – den Maximalsatz dieses Gesetzes. Die neuen Abgaben gelten ab Dienstag, laufen aber nach rund 150 Tagen ohne Zustimmung des Kongresses aus.
Die Folgen sind unmittelbar spürbar. Indien verschob geplante Handelsgespräche mit Washington. Europas Handelsausschuss erwägt, die Ratifizierung des EU-US-Handelsabkommens auszusetzen. Die rechtliche Unsicherheit belastet die Märkte massiv.
Iran-Verhandlungen unter Militärdruck
Parallel verschärft sich die Lage im Nahen Osten. Am Donnerstag beginnen in Genf unter omanischer Vermittlung neue Atomverhandlungen. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Sonntag, eine diplomatische Lösung sei "in Reichweite". Teheran arbeite an einem Abkommensentwurf.
Doch Washington baut zeitgleich massiven Druck auf. Zwei Flugzeugträger-Kampfgruppen – die USS Abraham Lincoln und die USS Gerald Ford – sowie Dutzende Kampfjets sind in der Region stationiert. Trump erklärte am Freitag, er "erwäge" begrenzte Militärschläge gegen den Iran. Irans Präsident Masoud Pezeshkian konterte: Sein Land werde "sich nicht beugen".
Für Gold wirkt dieses Szenario als klassischer Katalysator. Bereits Mitte der Woche hatte die Iran-Krise den Preis über 5.000 Dollar getrieben.
Makrodaten stützen Edelmetall
Das wirtschaftliche Umfeld liefert zusätzlichen Rückenwind. Das US-BIP wuchs im vierten Quartal 2025 nur um 1,4 Prozent – deutlich unter den erwarteten 2,5 Prozent. Gleichzeitig stieg der Kern-PCE-Preisindex im Dezember auf 3,0 Prozent. Die Kombination aus schwächerem Wachstum und hartnäckiger Inflation erhöht die Attraktivität von Gold als Absicherung.
Die Fed hält den Leitzins bei 3,75 Prozent. UBS erwartet bis September zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte, was die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall senken würde.
Zentralbanken kauften 2025 laut Goldman Sachs netto rund 900 Tonnen Gold. Erstmals seit 1996 halten sie mehr Gold als US-Staatsanleihen in ihren Reserven – ein historischer Wendepunkt.
Banken sehen weiteres Potenzial
UBS setzt ein Kursziel von 6.200 Dollar je Unze und verweist auf geopolitische Risiken, die Fed-Zinswende und eine Angebotsverknappung. Goldman Sachs erwartet bis Jahresende 5.400 Dollar im Basisszenario. J.P. Morgan sieht den Preis bis zum vierten Quartal in Richtung 5.000 Dollar, längerfristig mit Potenzial bis 6.000 Dollar.
Am Dienstag treten die neuen 15-Prozent-Zölle in Kraft. Am Donnerstag beginnen die US-Iran-Verhandlungen in Genf. Am 2. März tagt der IAEA-Gouverneursrat in Wien, wo eine neue Resolution gegen den Iran auf der Agenda steht. Drei Termine, die die Richtung für Gold maßgeblich bestimmen dürften.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








