Eine kurzfristige Erholung täuscht nicht darüber hinweg, was dieser Monat für Goldanleger bedeutet: einen Preisrückgang von über 15 Prozent — der stärkste Einbruch seit dem Krisenjahr 2008. Hinter dem Ausverkauf stecken mehrere Faktoren, die sich gegenseitig verstärken.

Zentralbanken drehen die Richtung

Lange galten staatliche Goldkäufe als verlässliches Fundament für den Preis. Dieses Fundament bröckelt. Die türkische Zentralbank verkaufte oder tauschte allein in den ersten zwei Wochen des laufenden Konflikts rund 58,4 Tonnen Gold — ein Gegenwert von mehr als 8 Milliarden USD. Das erhöhte das globale Angebot kurzfristig spürbar.

Auch global zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Netto-Zentralbankkäufe brachen im Januar um rund 80 Prozent ein. Staatliche Akteure, die früher als stabile Käufer auftraten, agieren zunehmend als Liquiditätsbeschaffer.

Dollar, Öl und die Fed

Der makroökonomische Rahmen erschwert eine Erholung zusätzlich. Ein US-Dollar-Index bei rund 100,50 Punkten verteuert Gold für internationale Käufer. Brent-Rohöl über 115 USD hält den Inflationsdruck hoch — und damit auch die Zinserwartungen.

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Am Terminmarkt wird die Wahrscheinlichkeit weiterer Fed-Zinserhöhungen bis Ende 2026 mit über 25 Prozent eingepreist. Zinssenkungen gelten kaum noch als realistisches Szenario. Steigende Realrenditen erhöhen die Opportunitätskosten für Gold, das selbst keine Zinsen abwirft. HSBC stuft den Rohstoff deshalb derzeit eher als Risiko-Asset denn als klassischen sicheren Hafen ein — die hohe Volatilität halte besonders Privatanleger fern.

Prognosespanne von 1.500 USD

Einigkeit herrscht unter Analysten allenfalls über die Unsicherheit. Capital Economics erwartet einen weiteren Rückgang auf 3.500 USD bis Jahresende. Die Commerzbank hält dagegen: Bei einer geldpolitischen Wende im zweiten Halbjahr 2026 sei ein Anstieg auf 5.000 USD möglich. Eine Spanne von 1.500 USD zwischen den Prognosen spricht für sich.

Charttechnisch hält aktuell die Unterstützungszone um 4.390 USD. Die Marke von 4.500 USD bleibt vorerst hart umkämpft — rund 16 Prozent trennen den Kurs noch vom Allzeithoch bei 5.450 USD.

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