Gold: Brisanter Rückschritt?
Der Goldmarkt erlebt eine seiner heftigsten Korrekturen überhaupt. Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 am Freitag setzt sich der Ausverkauf am Montag fort. Das Edelmetall fällt vom Allzeithoch bei 5.595 Dollar um über 1.000 Dollar – eine Kombination aus geldpolitischem Kurswechsel und regulatorischen Eingriffen der Börsen treibt die Preise nach unten.
Die Fakten im Überblick:
* Gold verliert am Montag weitere 3-6 % nach bereits 9 % Minus am Freitag
* Kurs zeitweise bei 4.565-4.713 Dollar pro Unze
* Silber bricht um weitere 12 % auf 74 Dollar ein
* CME erhöht Margin-Anforderungen: Gold von 6 % auf 8 %, Silber von 11 % auf 15 %
Doppelter Schlag trifft den Markt
Zwei Ereignisse haben die Verkaufswelle ausgelöst. Zunächst kündigte Donald Trump die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Fed-Chef an. Warsh gilt als geldpolitischer Falke, der Inflation konsequenter bekämpfen dürfte als Jerome Powell. Die Hoffnungen auf aggressive Zinssenkungen schwinden, der Dollar gewinnt an Stärke – negativ für das zinslose Gold.
Der zweite Schlag folgte über das Wochenende: Die CME Group erhöhte die Sicherheitsleistungen für Terminkontrakte massiv. Spekulative Anleger mussten ihre Positionen zwangsweise auflösen, um die neuen Kapitalanforderungen zu erfüllen. Diese "Forced Liquidations" verstärkten den Abwärtsdruck künstlich.
Banken bleiben gespalten
J.P. Morgan hält trotz der Turbulenzen an seiner bullischen Einschätzung fest. Die Bank sieht das Kursziel für Jahresende weiterhin bei 6.150 bis 6.500 Dollar und bewertet den Rücksetzer als technische Korrektur nach der zweistelligen Januar-Rallye.
Technisch wird der Bereich um 4.405 Dollar als kritische Unterstützung beobachtet. Hält diese Marke, wäre eine Stabilisierung denkbar. Ein Bruch könnte jedoch weitere Verluste bis 4.000 Dollar auslösen. Die Deutsche Bank bleibt langfristig optimistisch mit einem Ziel von 6.000 Dollar.
Die extrem hohe Volatilität zeigt: Der Markt bewertet die Gemengelage unter dem designierten Fed-Chef Warsh neu. Kurzfristig bleibt das Risiko durch weitere Zwangsliquidationen hoch. Ob die strukturellen Argumente für Gold – Inflation, Staatsschulden, geopolitische Spannungen – die geldpolitische Neubewertung überkompensieren können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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