Der Krieg im Nahen Osten eskaliert, der Ölpreis schießt hoch — und Gold fällt trotzdem. Was sich wie ein Widerspruch liest, hat eine klare Erklärung: Der Markt preist gerade nicht Kriegsangst ein, sondern Stagflation.

Wenn Inflation den Krisengewinner bremst

Seit iranischen Drohungen, die Straße von Hormuz zu sperren, dominiert ein Szenario die Märkte: Energiepreise steigen, die Inflation zieht an — und Zentralbanken können nicht gegensteuern, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Für Gold ist das paradox. Normalerweise profitiert das Edelmetall von geopolitischer Unsicherheit. Diesmal wirken steigende Anleiherenditen und ein erstarkender Dollar als Gegengewicht.

Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht bringt es auf den Punkt: Höhere Energie- und Gaspreise erhöhen die Inflationsrisiken und könnten Zentralbanken zu Gegenmaßnahmen zwingen. Höhere Zinsen wiederum machen zinslose Anlagen wie Gold weniger attraktiv. Laut CME Group rechnen derzeit 95,6 % der Marktteilnehmer damit, dass die Fed ihren Leitzins im März unverändert lässt — eine Zinssenkung gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von gerade einmal 4,4 % als nahezu ausgeschlossen.

Gold hat seit seinem Rekordhoch von rund 5.600 Dollar pro Unze deutlich korrigiert und pendelt seit Kriegsbeginn Ende Februar in einer engen Spanne um die 5.000-Dollar-Marke.

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Strukturelle Unterstützung bleibt

Das kurzfristige Bild ist eingetrübt, die längerfristige Perspektive aber intakt. Zentralbanken kaufen weiter, die US-Haushaltslage bessert sich nicht, und der Dollar-Ausblick bleibt strukturell schwach. J.P. Morgan prognostiziert 6.300 Dollar je Unze bis Ende 2026, die Deutsche Bank sieht ein Jahresendziel von 6.000 Dollar.

Die entscheidenden Impulse für die kommende Woche kommen aus Washington: Die Fed-Zinsentscheidung sowie die US-Erzeugerpreisdaten für Februar dürften zeigen, wie ernst die Stagflationssorgen tatsächlich sind — und ob Gold seinen Boden bei 5.000 Dollar verteidigen kann.

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