Nach einer monatelangen Rekordjagd erlebt das Edelmetall derzeit eine der heftigsten Preiskorrekturen der jüngeren Geschichte. Auslöser für die massiven Verkäufe ist eine überraschende Personalentscheidung in Washington, die die Erwartungen an die künftige US-Geldpolitik grundlegend verändert. Was zunächst wie eine normale Konsolidierung aussah, entwickelte sich durch technische Faktoren schnell zu einer breiten Verkaufswelle.

  • Schlusskurs Gestern (Montag): 4.682,70 USD
  • Change 7 Tage: -9,61%
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -14,08%
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 38,63%
  • RSI (14 Tage): 57,7

Die "Warsh"-Wende belastet

Der primäre Treiber für den massiven Rücksetzer ist die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Vorsitzender der US-Notenbank (Fed) durch US-Präsident Donald Trump. Warsh gilt an den Märkten als entschiedener "Falke" (Hawk), der für stabiles Geld und eine straffe Geldpolitik steht. Diese Personalie dämpft die Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen erheblich und stärkt den US-Dollar.

Für Gold ist dies ein toxischer Mix: Da das Edelmetall in Dollar gehandelt wird und selbst keine Zinsen abwirft, verliert es bei steigenden Zinserwartungen und einer starken US-Währung an Attraktivität gegenüber Anleihen.

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Zwangsliquidationen beschleunigen den Fall

Neben den makroökonomischen Daten verschärften markttechnische Faktoren die Dynamik. Die CME Group, der größte Betreiber von Terminbörsen, reagierte auf die extremen Schwankungen mit einer Erhöhung der Margenanforderungen für Gold- und Silber-Futures. Diese Maßnahme zwang zahlreiche spekulative Anleger dazu, ihre Positionen kurzfristig aufzulösen, um Liquidität zu beschaffen.

Dieser Effekt spiegelt sich deutlich in der Kursentwicklung wider: Innerhalb von nur sieben Tagen verlor das Edelmetall 9,61 Prozent an Wert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 5.450,00 USD hat sich mittlerweile auf über 14 Prozent ausgeweitet. Auch ein Kollaps beim "kleinen Bruder" Silber riss den Goldpreis in einer Kettenreaktion mit nach unten.

Analysten halten an Kurszielen fest

Trotz der hohen Volatilität bewerten viele institutionelle Analysten die Lage differenziert. Marktbeobachter interpretieren den aktuellen Einbruch primär als Bereinigung einer zuvor heißgelaufenen Rallye, die von der Angst, etwas zu verpassen (FOMO), getrieben war.

Große Institute haben ihre langfristigen Prognosen bislang nicht revidiert. Die Deutsche Bank hält an ihrem Kursziel von 6.000 USD für das Jahr 2026 fest. Auch J.P. Morgan bleibt optimistisch und sieht – gestützt durch strukturelle Käufe der Zentralbanken – bis zum Jahresende Potenzial bis auf 6.300 USD. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 4.682,70 USD nähert sich Gold nun einer Zone, die zeigen muss, ob sie als tragfähiger Boden für eine Stabilisierung dient.

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