Gerresheimer Aktie: Goldman baut aus
Goldman Sachs hat seinen Anteil an Gerresheimer spürbar ausgebaut und hält nun knapp 19% der Stimmrechte. Das geht aus einer Stimmrechtsmitteilung hervor. Entscheidend: Ein großer Teil der Position hängt an Finanzinstrumenten – nicht an direkt gehaltenen Aktien.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Gesamtposition von Goldman Sachs: 18,91%
- Schwellenüberschreitung: am 19. Januar
- Veröffentlichung der WpHG-Meldung: am 23. Januar
- Aufteilung: 8,78% direkte Stimmrechte und 10,13% über Finanzinstrumente
So setzt sich die 18,91%-Position zusammen
Laut Mitteilung entfallen 8,78% auf direkte Stimmrechte (3.030.911 Aktien). Weitere 10,13% laufen über Finanzinstrumente.
Konkret hält Goldman Sachs Asset Management B.V. 8,75% direkt. Über Finanzinstrumente steuert Goldman Sachs International 7,51% bei. Genannt werden dabei unter anderem:
- Right to Recall: 7,16%
- Call-Optionen (Fälligkeit Dezember 2026): 0,28%
- Swap-Vereinbarungen (bis Januar 2036): 2,60%
Was bedeutet das für die Einordnung? Die Meldung zeigt vor allem die Größe und Struktur der Position – ein Teil ist langfristig ausgelegt (Swaps bis 2036), ein anderer Teil ist instrumentenbasiert und damit nicht mit klassischem Aktienbesitz gleichzusetzen.
Kontext: Strategiewechsel und neue Führung
Der Anteilsaufbau fällt in eine Phase, in der Gerresheimer bereits mehrere Veränderungen hinter sich hat. Im Oktober 2025 hatte das Unternehmen eine Prognoseanpassung mit Verweis auf schwächeres Marktwachstum bekannt gegeben. Ende Oktober 2025 übernahm zudem Uwe Röhrhoff als Interims-CEO.
Bereits im August 2025 war außerdem Active Ownership Capital (AOC) mit über 7% eingestiegen. AOC forderte Portfolio-Optimierungen sowie einen zügigen Verkauf des Geschäftsbereichs Moulded Glass.
Nächste Termine im Blick
Konkrete Anlässe für neue Einordnungen liefern die kommenden Veröffentlichungen:
- Am 26. Februar folgt der Geschäftsbericht 2025
- Am 16. April steht die Quartalsmitteilung Q1 an
- Am 3. Juni findet die Hauptversammlung statt
- Am 14. Juli kommt der Halbjahresfinanzbericht
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