Führungswechsel in den SportWoche-ÖTV-Rankings: Ofner übernimmt die Spitze, Tagger und Sorger mit Karrierehochs
In der aktuellen Ausgabe des SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcasts ordnet Moderator Christian Drastil die Ergebnisse der Woche 12 ein – und kann gleich mehrere Rekorde sowie einen Wechsel an der Spitze seines kombinierten österreichischen Tennis-Rankings vermelden.
Sebastian Ofner erobert Platz eins im Gesamtranking
Die Woche 12 der Tennissaison 2026 war aus österreichischer Sicht bereits am Samstag abgeschlossen, brachte aber Verschiebungen im WTA-ATP-übergreifenden Top-10-Ranking der heimischen Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler. An der Spitze steht nun Sebastian Ofner, der sich dank seines Viertelfinaleinzugs beim Turnier im spanischen Murcia um sechs Ränge auf ATP-Position 81 verbesserte. Damit verdrängte er Julia Grabher, die mit WTA-Rang 83 und 864 Punkten auf den zweiten Platz zurückfiel. Komplettiert wird das Podium von Filip Misolic auf ATP-Rang 84 mit 660 Punkten.
Lilli Tagger feiert neues Career High und wird Spielerin der Woche
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Aufstieg von Lilli Tagger, die im Gesamtranking nun den fünften Platz belegt. Mit einem Sprung um neun Ränge auf WTA-Position 106 erreichte sie ein neues Karrierehoch – so hoch war sie in der Weltrangliste noch nie notiert. Auch ihre 741 WTA-Punkte stellen einen persönlichen Bestwert dar.
Taggers Weg beim aktuellen Turnier begann mit einem dramatischen Erstrundenmatch gegen die Österreicherin Ella Seidl. In einer langen und engen Partie musste Tagger einen Matchball abwehren, bevor sie den Sieg davontrug. Damit rechtfertigte sie die Wildcard, die sie für das Turnier erhalten hatte, eindrucksvoll. Folgerichtig wurde sie zur WienToday Spielerin der Woche gekürt.
Allerdings relativierte Drastil den Zwischenstand leicht: „Die großen Turniere wie Miami sind noch nicht vorbei. Also sie könnte noch überholt werden von der einen oder anderen Spielerin, aber so viel wird es nicht werden." Der Stand vom 21. März sei daher als vorläufig zu betrachten.
Das komplette Top-10-Ranking im Überblick
Hinter den bereits genannten Spielern auf den Plätzen eins bis fünf reihen sich weitere bekannte Namen ein. Anastasia Potapova belegt mit WTA-Rang 93 und 801 Punkten den vierten Platz. Auf Rang sechs folgt Sinja Kraus als WTA-117. mit 699 Punkten.
Bei den Herren finden sich hinter Ofner und Misolic drei weitere Spieler in den Top Ten: Joel Schwärzler auf ATP-Rang 173 mit 341 Punkten (Gesamtrang 7), dicht gefolgt von Jurij Rodionov auf ATP-Position 174 mit 340 Punkten (Gesamtrang 8). Lukas Neumayer schaffte es dank eines Viertelfinaleinzugs in Zadar und einer Verbesserung um fünf Ränge auf ATP-Position 222 mit 245 Punkten auf Gesamtrang 9. Den zehnten Platz hält unverändert Sandro Kopp als ATP-306. mit 163 Punkten.
Besonders erwähnenswert ist zudem Sebastian Sorger, der ebenfalls ein neues Karrierehoch erreichte und nun auf ATP-Rang 468 steht. Er nähert sich damit als Challenger-Spieler langsam den österreichischen Top Ten an.
Neue Rekordwerte bei Platzziffer und kumulierten Punkten
Die Gesamtstatistik des österreichischen Tennis präsentiert sich so stark wie noch nie in diesem Jahr. Die mumak.me-Platzziffer, die die Weltranglistenplatzierungen der Top Ten addiert und möglichst niedrig sein soll, erreichte mit 1.439 einen neuen Jahresbestwert. Das bedeutet eine Verbesserung um 37 Ränge gegenüber der Vorwoche.
Auch bei den kumulierten Punkten wurde ein neuer Rekord aufgestellt: 5.523 Punkte sammelten die besten zehn österreichischen Spielerinnen und Spieler zusammen – zwölf mehr als in der Vorwoche und ebenfalls ein Topwert im Jahr 2026.
Insgesamt sind weiterhin 18 österreichische Profis in den Top 1.000 der Weltranglisten vertreten – elf Männer und sieben Frauen. Im ATP- und WTA-Race, das die Ergebnisse des laufenden Kalenderjahres abbildet, befinden sich sieben Österreicherinnen und Österreicher unter den Top 200. Bei den Damen führt Lilli Tagger als 60. vor Anastasia Potapova (62.), Julia Grabher (120.) und Sinja Kraus (124.). Bei den Herren liegen Sebastian Ofner (73.), Joel Schwärzler (110.) und Jurij Rodionov (167.) in den Top 200.
Ausblick auf die österreichische Turniersaison
Mit Blick nach vorne äußerte sich Drastil optimistisch: Die Ergebnisse der Woche 12 zeigten, dass es im österreichischen Tennis in die richtige Richtung gehe. Besondere Vorfreude besteht auf die bevorstehende Saison der Österreich-Turniere, konkret das WTA-Turnier in Linz und das ATP C-Event in Mauthausen.
Fazit: Breite Stärke im österreichischen Tennis
Die Woche 12 der Tennissaison 2026 unterstreicht die zunehmende Breite und Qualität des österreichischen Tennis. Mit Sebastian Ofners Rückkehr an die Spitze des Gesamtrankings, den Karrierehochs von Lilli Tagger und Sebastian Sorger sowie den neuen Rekordwerten bei Platzziffer und Gesamtpunktzahl zeigt sich ein insgesamt erfreuliches Bild. Sieben Spielerinnen und Spieler unter den Top 200 des Jahresraces belegen, dass Österreichs Tennisszene auf mehrere starke Einzelspieler bauen kann – und die heimische Turniersaison steht erst noch bevor.








