Cardano steht vor einer seiner bedeutendsten Wochen. Die Community entscheidet gerade über den Einsatz von 50 Millionen ADA aus der Protokoll-Treasury — gleichzeitig steht der Mainnet-Launch der Privacy-Chain Midnight unmittelbar bevor. Selten lagen Governance, Infrastruktur und institutionelle Glaubwürdigkeit so gleichzeitig auf dem Prüfstand.

Der Orion-Fund: Wagniskapital aus der Treasury

Im Mittelpunkt steht die laufende Abstimmung über den sogenannten Orion Fund. Der Vorschlag sieht vor, 50 Millionen ADA aus der Cardano-Treasury in ein Venture-Capital-Vehikel zu überführen, das gemeinsam mit Draper Dragon — der Firma von Investor Tim Draper — betrieben werden soll. Die Cardano Foundation hat sich öffentlich hinter das Projekt gestellt. Ziel ist ein Gesamtfonds von 80 Millionen US-Dollar, der Cardano-Startups von der Frühphase bis zur Series-A-Runde finanzieren soll.

Die Struktur ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Erträge aus den Investitionen fließen zurück in die Treasury. Die Abstimmung läuft bis zum 15. April. Insgesamt könnten bis zu 175 Millionen ADA in drei Tranchen abgerufen werden — die erste davon beträgt 15 Millionen US-Dollar.

Nicht alle in der Community sind überzeugt. Kritiker bemängeln, dass kein offener Auswahlprozess für den VC-Partner stattfand, und fordern klare Rendite-Metriken. Der Fonds soll den Total Value Locked (TVL) des Ökosystems von aktuell unter 500 Millionen auf über 3 Milliarden US-Dollar steigern — ein ambitioniertes Ziel, zumal Cardano als eine der wenigen großen Layer-1-Blockchains nie einen TVL von über einer Milliarde Dollar erreicht hat.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Cardano?

Midnight, Node-Update und institutionelle Signale

Parallel zur Governance-Debatte verdichtet sich der technische Kalender. Charles Hoskinson bestätigte im Februar, dass Midnight — Cardanos Zero-Knowledge-Privacy-Chain — in der letzten Märzwoche auf dem Mainnet startet. Das Projekt nutzt ZK-SNARKs für selektive Datenweitergabe und arbeitet bereits mit Google, MoneyGram, Telegram und Vodafone zusammen. Binance listete den zugehörigen NIGHT-Token am 11. März und verteilte 240 Millionen Token an BNB-Holder.

Auf der Infrastrukturseite bestätigte Intersect am 13. März die bevorstehende Veröffentlichung von Cardano Node 10.7.0 — binnen einer Woche. Gleichzeitig häufen sich institutionelle Signale: Die CME lancierte ADA-Futures im Februar, ein Spot-ETF-Antrag durchläuft die SEC, und 137 SPAR-Filialen in der Schweiz akzeptieren ADA-Zahlungen direkt aus nativen Wallets. Der USDCx-Stablecoin, 1:1 durch USDC gedeckt, ging Ende Februar auf dem Cardano-Mainnet live.

Governance als Bewährungsprobe

Das Voltaire-Governance-System, das mit dem Chang-Hardfork 2025 eingeführt wurde, wird durch all diese Vorgänge erstmals in vollem Umfang getestet. Nicht jede Abstimmung verläuft reibungslos: Ein Vorschlag zur Begrenzung von Treasury-Auszahlungen auf 300 Millionen ADA scheiterte zuletzt mit nur 44,15 Prozent Zustimmung.

Gelingt die fristgerechte Umsetzung von Midnight und ein positives Votum für den Orion Fund, könnte das Entwickleraktivität anziehen und die ADA-Nachfrage fundamental stützen. Santiment-Daten zeigen, dass Wallets mit 100.000 bis 100 Millionen ADA in den vergangenen zwei Monaten über 454 Millionen ADA akkumuliert haben — ein Hinweis auf gezieltes Kaufinteresse auf dem aktuellen Kursniveau, das rund 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch liegt.

Cardano: Kaufen oder verkaufen?! Neue Cardano-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten Cardano-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Cardano-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Cardano: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...