Fiserv Aktie: Expansion nach Absturz
Nach einem dramatischen Wertverlust von rund 67 Prozent binnen eines Jahres steht der Fintech-Riese Fiserv massiv unter Druck. Während Anleger noch die Wunden des katastrophalen dritten Quartals lecken, sucht das Management nun die Flucht nach vorn. Eine strategische Partnerschaft in Japan soll neue Märkte erschließen. Reicht dieser Schritt, um vor den entscheidenden Quartalszahlen im Februar das beschädigte Vertrauen zurückzugewinnen?
Japan als neuer Wachstumstreiber
Ungeachtet der jüngsten Turbulenzen treibt das Unternehmen seine internationale Präsenz voran. Wie Fiserv bekannt gab, wurde eine strategische Partnerschaft mit der Sumitomo Mitsui Card Company (SMCC) geschlossen. Ziel ist es, das Kassensystem "Clover" auf dem japanischen Markt zu etablieren. Dies zielt auf Millionen kleiner und mittlerer Unternehmen im Einzelhandel und Gastgewerbe ab.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt: Japan verfolgt das nationale Ziel, den Anteil bargeldloser Zahlungen bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern. Der Marktstart der Clover-Plattform ist für Ende 2026 geplant. CEO Mike Lyons bezeichnete die Kooperation mit SMCC, einem Pionier im japanischen Visa-Geschäft, als wesentlichen Schritt zur globalen Reichweitensteigerung.
Die Last der Vergangenheit
Trotz der positiven Nachrichten aus Asien bleibt die Stimmung angespannt. Der Kursrutsch auf aktuell rund 67 US-Dollar ist primär die Folge des enttäuschenden Berichts zum dritten Quartal 2025. Damals verfehlte der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) mit 2,04 US-Dollar die Erwartungen der Wall Street um fast 23 Prozent.
Zusätzlich kappte das Management die Prognose für das Gesamtjahr drastisch. Das erwartete organische Umsatzwachstum wurde von ursprünglich rund 10 Prozent auf 3,5 bis 4 Prozent zusammengestrichen. Ursächlich hierfür waren unter anderem Rückgänge in der Banktechnologie-Sparte sowie die Rücknahme umstrittener Gebühren bei Clover-Kunden, die sich als strategischer Fehler erwiesen hatten.
Analysten bleiben skeptisch
Die Bewertung der Aktie spiegelt die Unsicherheit wider. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nahe 8 handelt der Titel deutlich unter historischen Durchschnittswerten. Während Analysten von B. Riley ihr Kursziel angesichts der nur schleppenden Erholung auf 76 US-Dollar senkten, sehen andere Marktteilnehmer eine Einstiegschance. So hat Vulcan Value Partners, nachdem sie ihre Position Anfang 2025 verkauft hatten, den Kurseinbruch zum Wiedereinstieg genutzt und verweist auf die hohen wiederkehrenden Einnahmen.
Am 10. Februar 2026 wird Fiserv seine Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. Investoren werden dann genau prüfen, ob der Sanierungsplan "One Fiserv" greift und sich die Geschäftszahlen stabilisieren.
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