Faron Pharmaceuticals dreht kräftig an der Finanzierungsschraube. Das finnische Biotechunternehmen hat heute eine vollständig abgesicherte Bezugsrechtsemission gestartet, mit der rund 40 Millionen Euro eingesammelt werden sollen.

Die Eckdaten im Überblick

Bis zu 80.158.126 neue Aktien werden zu einem Ausgabepreis von 0,50 Euro je Stück angeboten. Das entspricht einem Abschlag von 7,54 Prozent auf den theoretischen Ex-Bezugsrechts-Kurs, berechnet auf Basis des Schlusskurses von 0,569 Euro an der Nasdaq Helsinki vom Montag. Aktionäre, die am 12. März 2026 im Register eingetragen sind, erhalten je bestehende Aktie ein Bezugsrecht. Dreizehn dieser Rechte berechtigen zum Kauf von neun neuen Aktien.

Die Zeichnungsfrist läuft auf dem Nasdaq First North vom 17. März bis zum 2. April 2026. Auf dem Londoner AIM-Markt endet sie bereits am 31. März. Die Bezugsrechte selbst sind auf beiden Börsen zwischen dem 17. und 27. März handelbar.

Finanzierung bis November 2027

Was die Emission besonders interessant macht: Sie ist bereits vollständig gedeckt. Zeichnungszusagen von Investoren, darunter das Blood Cancer United Therapy Acceleration Program, belaufen sich auf 11,76 Millionen Euro. Weitere Garantiegeber haben sich verpflichtet, nicht anderweitig gezeichnete Anteile bis zu einem Wert von 28,32 Millionen Euro zu übernehmen – damit sind 100 Prozent der neuen Aktien abgesichert.

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Der Nettomittelzufluss wird auf rund 32,8 Millionen Euro geschätzt. Ohne die Emission hätte Faron nur bis Mitte April 2026 ausreichend Liquidität gehabt. Mit dem frischen Kapital verlängert sich die Finanzierungssicherheit bis November 2027 – ein deutlicher Spielraum, der den Fortgang der klinischen Programme absichert.

Die Mittel sollen vor allem eine randomisierte Phase-II-Studie mit 90 Patienten für den Wirkstoff Bexmarilimab in Kombination mit Azacitidin bei hochrisikobehafteten myelodysplastischen Syndromen finanzieren. Zusätzlich sind bis zu fünf investigator-initiierte Studien in verschiedenen Krebsindikationen geplant.

Nach vollständiger Durchführung könnte sich die Gesamtanzahl der Aktien von derzeit 119.472.660 auf maximal 199.472.660 erhöhen – eine Verwässerung von rund 67 Prozent bezogen auf den aktuellen Bestand. Das ist nicht nichts, gehört bei klinisch-aktiven Biotechunternehmen in dieser Phase aber zum üblichen Finanzierungsweg. Bemerkenswert bleibt, dass trotz der erheblichen Verwässerung namhafte Investoren bereits feste Zusagen gegeben haben.

Auch im Terminkalender gab es eine Anpassung: Die Hauptversammlung wurde auf den 4. Mai 2026 verschoben, nachdem sie ursprünglich für den 30. März angesetzt war – wohl auch, um nicht mitten in die laufende Zeichnungsphase zu fallen.

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