DAX: Erholung nach Schockwoche
Trumps Aussagen zum Iran-Krieg haben heute die Stimmung an den Märkten gedreht. Der DAX, der noch am Vortag auf ein Tief seit Mai 2025 gefallen war, springt am Dienstag kräftig zurück – zeitweise über die runde Marke von 24.000 Punkten.
Der Auslöser: US-Präsident Trump erklärte, der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan", was die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts nährte. Das reichte, um eine breite Erholungsbewegung auszulösen. Gegen Mittag notiert der Leitindex rund 2,5 Prozent im Plus bei knapp 24.000 Punkten – ein Comeback von mehr als 1.000 Punkten seit dem gestrigen Tagestief bei 22.927 Zählern.
Ölpreise drehen, Risikoappetit kehrt zurück
Der entscheidende Transmissionsriemen war der Ölpreis. Brent-Rohöl, das am Montag noch auf 119,50 Dollar je Barrel hochgeschossen war und damit Inflationssorgen schürte, fiel heute auf rund 89 Dollar – ein Rückgang von fast zehn Prozent. Das ist der Befreiungsschlag, auf den viele Anleger gewartet hatten.
Wenn geopolitische Risiken plötzlich kleiner wirken, kommt die Risikobereitschaft an den Börsen oft ebenso schnell zurück wie sie verschwunden ist. Das zeigt sich heute in der Breite: Banken, Industriewerte und Autowerte legen allesamt zu. Spitzenreiter im DAX ist Infineon mit einem Plus von fast sieben Prozent. Volkswagen gewinnt rund drei Prozent, nachdem der Konzern ein Margenziel von acht bis zehn Prozent bis 2030 in Aussicht stellte und mit einem starken Abschlussquartal 2025 überzeugte – inklusive hohem Free Cashflow und einem über den Erwartungen liegenden Dividendenvorschlag. Hugo Boss steuert rund drei Prozent Kursplus bei, nachdem das Betriebsergebnis 2025 die Analystenschätzungen übertraf.
Exportdaten trüben das Bild
Abseits des geopolitischen Impulses liefern die heutigen Wirtschaftsdaten weniger Erfreuliches. Deutschlands Exporte sanken im Januar um 2,3 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 130,5 Milliarden Euro – ein stärkerer Rückgang als erwartet. Besonders schmerzhaft: Die Ausfuhren nach China brachen um gut 13 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro ein, die Lieferungen in die EU schrumpften um 4,8 Prozent. Der Iran-Krieg verschärft die Lage zusätzlich, weil gestiegene Energiepreise Transportkosten in die Höhe treiben und erste Störungen im Luft- und Seeverkehr bereits zu längeren Lieferketten führen.
Ein Lichtblick: Die US-Exporte legten im Januar um 11,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro zu – bemerkenswert angesichts der anhaltenden Zollspannungen.
Für den DAX bleibt die zentrale Frage, ob Trumps optimistische Töne Substanz haben oder nur kurzfristig Stimmung machen. Die Revolutionary Guards des Iran drohten derweil damit, keinen einzigen Liter Öl aus der Region durchzulassen, sollten US-amerikanische und israelische Angriffe andauern. Die heutige Erholung ist real – die Risiken allerdings auch.
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