Die Fannie-Mae-Aktie ist am Freitag deutlich unter Druck geraten. Der Kurs brach um rund 12 % ein, nachdem Zweifel an einem schnellen Ausstieg aus der staatlichen Kontrolle wieder aufflammten. Auslöser waren neue politischen Signale aus Washington, die auf Verzögerungen bei einer möglichen Privatisierung hindeuten.

  • Kursrutsch von rund 12 % am Freitag
  • Mehrtägige Verlustserie seit dem Hoch im September 2025
  • Aktie auf Jahressicht dennoch über 23 % im Plus
  • Zentrale Unsicherheit: Zeitpunkt und Form eines möglichen IPO

Sorge um Exit aus Staatsaufsicht

Der wichtigste Faktor hinter dem Kurssturz ist die wachsende Skepsis, dass der seit Jahren erwartete Weg aus der Zwangsverwaltung bald Realität wird. Fannie Mae steht seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Aufsicht – die Hoffnung auf ein Ende dieses Zustands war der wesentliche Kurstreiber des vergangenen Jahres.

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Neue Vorgaben und Direktiven aus Washington werden nun so interpretiert, dass sich ein Börsengang und die vollständige Privatisierung verzögern könnten. Entsprechend hoch war das Handelsvolumen am Freitag, da Anleger ihre Positionen an die veränderte Gemengelage anpassten.

Der Kursrückgang setzt eine bereits bestehende Verlustserie fort. Seit dem Hoch im September 2025 hat die Aktie spürbar nachgegeben. Trotz des jüngsten Einbruchs liegt sie im Vergleich zum Vorjahr aber noch immer um 23,24 % im Plus – ein Hinweis darauf, wie stark die Fantasie rund um einen möglichen Exit aus der Staatsaufsicht den Kurs 2025 nach oben getrieben hatte.

Vom IPO-Hype zur Ernüchterung

Die aktuelle Reaktion des Marktes steht im deutlichen Kontrast zur Stimmungslage im Jahresverlauf 2025. Damals dominierten Berichte und offizielle Kommentare, wonach die Regierung einen umfassenden Börsengang ernsthaft prüft, um die Hypothekenfinanzierer aus der staatlichen Kontrolle zu entlassen.

Zeitweise kursierten Szenarien, die eine mögliche Bewertung von rund 500 Milliarden US-Dollar für die betroffenen Institute ins Spiel brachten. Diese Größenordnungen hatten die Fantasie der Anleger befeuert und die Aktie spürbar gestützt.

Inzwischen haben jedoch neue wohnungspolitische Weichenstellungen diese Erwartung gedämpft. Statt eines baldigen IPO rückt zunehmend die Nutzung der Bilanz der GSEs für direkte Markteingriffe in den Vordergrund. Das verändert die Anlagelogik: Aus einem Privatisierungs- und IPO-Szenario wird wieder stärker ein politisch geprägtes Modell mit hohem Einfluss der Regierung.

Ausblick: Politik als Taktgeber

Der nächste planbare Termin ist die Veröffentlichung des kommenden Quartalsberichts, die für Mitte Februar erwartet wird. Dann wird sich zeigen, wie solide Fannie Mae operativ dasteht und welche Ergebnisse das aktuelle Umfeld in den Zahlen hinterlässt.

Für die kurzfristige Kursentwicklung dürften jedoch weniger die Fundamentaldaten als vielmehr politische Entscheidungen entscheidend bleiben. Ausschlaggebend werden weitere Signale aus Washington zur künftigen Struktur von Fannie Mae und zur Rolle des Instituts im US-Hypothekenmarkt sein. Ein formaler Beschluss zu einem möglichen Börsengang bleibt dabei der zentrale potenzielle Kurstreiber.

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