Inmitten der aktuellen Verwerfungen an den globalen Energiemärkten meldet ExxonMobil einen wichtigen operativen Erfolg. Das Joint Venture Golden Pass hat im texanischen Sabine Pass das erste verflüssigte Erdgas (LNG) produziert. Dieser Meilenstein eröffnet dem Ölriesen eine lukrative Einnahmequelle, ausgerechnet in einer Phase, in der westliche Abnehmer händeringend nach Alternativen zu nahöstlichen Lieferungen suchen. Gleichzeitig dämpfen überraschende geopolitische Signale die kurzfristige Euphorie der Anleger.

Perfektes Timing für US-Gas

Das über zehn Milliarden US-Dollar schwere Projekt Golden Pass, an dem ExxonMobil zu 30 Prozent und QatarEnergy zu 70 Prozent beteiligt sind, soll ab dem zweiten Quartal 2026 den weltweiten Export aufnehmen. Der Startschuss für die erste von drei geplanten Verflüssigungsanlagen kommt für den US-Konzern zu einem idealen Zeitpunkt. Bislang konzentrieren sich knapp 60 Prozent des LNG-Geschäfts von ExxonMobil auf den Nahen Osten. Durch die neue Anlage auf heimischem Boden reduziert das Unternehmen dieses geografische Klumpenrisiko erheblich.

Gerade europäische und asiatische Käufer suchen dringend nach verlässlichen Alternativen. Der Ausfall der Ras-Laffan-Anlage und die anhaltenden logistischen Probleme in der Straße von Hormus haben die Nachfrage nach US-amerikanischem Gas massiv befeuert. Golden Pass wandelt nun vergleichsweise günstiges US-Gas in ein weltweit gefragtes Premiumprodukt um.

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Friedenssignale drücken den Kurs

Trotz dieser positiven operativen Nachrichten reagierte der Markt verhalten. Der Aktienkurs gab zuletzt um 2,70 Prozent auf 142,84 Euro nach. Verantwortlich für diesen Rücksetzer ist ein plötzlicher Stimmungsumschwung bezüglich des US-Iran-Konflikts. Jüngste Berichte, wonach US-Präsident Trump eine Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen anstrebt, ließen die zuvor stark gestiegenen Ölpreise deutlich sinken.

Die Aussicht auf eine Entspannung der geopolitischen Lage überschattete den operativen Fortschritt in Texas somit kurzfristig. Dennoch zeigt der übergeordnete Trend weiterhin Stärke: Auf Jahressicht (YTD) notiert das Papier mit einem satten Plus von über 36 Prozent.

Solides Fundament für die Zukunft

Langfristig stützt der Start von Golden Pass die Strategie des Managements, durch margenstarke Großprojekte den Cashflow abzusichern. Die finanzielle Basis dafür ist äußerst robust. Mit einer Verschuldungsquote von lediglich 11 Prozent verfügt ExxonMobil über eine der stärksten Bilanzen der Branche. Dies ermöglicht nicht nur das geplante Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr, sondern stützt auch die seit 43 Jahren kontinuierlich steigende Dividende.

Am 1. Mai wird das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegen. Dann erhalten Investoren erste konkrete Einblicke in die finanziellen Auswirkungen der jüngsten Ölpreisschwankungen und Details zum weiteren Hochlauf der texanischen LNG-Produktion.

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