Die aggressive Wachstumsstrategie der Eutelsat Group im Low Earth Orbit (LEO) trägt weitere Früchte. Nach einem zweistelligen Kursplus in der Vorwoche sorgt nun ein regulatorischer Durchbruch in Afrika für neue Fantasie. Doch reichen diese operativen Fortschritte aus, um die jüngste Bewertung fundamental zu untermauern?

Markteintritt in Namibia

Zum heutigen Handelsstart meldet der Satellitenbetreiber einen wichtigen Erfolg bei der globalen Expansion. Die Tochtergesellschaft Blue Telecommunications hat die offizielle Lizenz erhalten, OneWeb-Dienste in Namibia anzubieten. Dieser Schritt öffnet Eutelsat einen strategisch relevanten Markt im südlichen Afrika.

Der Fokus liegt dabei auf Geschäftskunden und kritischen Kommunikationslösungen in Regionen mit schwacher terrestrischer Infrastruktur. Analysten werten die Genehmigung als notwendigen Baustein, um die kostspielige OneWeb-Flotte in den Schwellenländern schneller zu monetarisieren.

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Großaufträge als Kurstreiber

Während die Nachricht aus Namibia das operative Geschäft stärkt, lieferte eine massive Investitionsoffensive den eigentlichen Treibstoff für den jüngsten Kursanstieg über die Marke von 2,50 Euro. Erst vor wenigen Tagen finalisierte Eutelsat einen Großauftrag an Airbus Defence and Space über 340 zusätzliche LEO-Satelliten.

Diese Order erhöht das Gesamtvolumen auf 440 Einheiten und sichert die Service-Kontinuität der OneWeb-Konstellation ab Ende 2026. Ergänzend dazu soll ein Abkommen mit dem europäischen New-Space-Unternehmen MaiaSpace ab 2027 die Abhängigkeit von nicht-europäischen Startdienstleistern verringern.

Positionierung gegen Starlink

Die Investitionen erfolgen unter hohem Wettbewerbsdruck. Nachdem SpaceX für sein Starlink-System kürzlich Genehmigungen für 7.500 weitere Satelliten erhielt, wählt Eutelsat die Flucht nach vorn. Die neuen Airbus-Satelliten fungieren dabei auch als technische Brücke zur geplanten EU-Konstellation IRIS², deren Start für 2030 angesetzt ist.

Der Markt honorierte diesen klaren Fahrplan zuletzt mit einer Erholung von den Tiefstständen. Die technische Stabilisierung wird nun durch die Bestätigung der operativen Meilensteine untermauert. Ob das Momentum anhält, entscheidet sich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Mitte Februar, wenn Eutelsat den Umsatzbeitrag der neuen Märkte konkretisieren muss.

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