Morgen, am 23. März, wird European Lithium offiziell in den S&P/ASX All Ordinaries Index aufgenommen. Das Timing ist bemerkenswert: Der Quartalsbericht erschien nur wenige Tage zuvor — und er zeigt ein Unternehmen, das sich in kurzer Zeit grundlegend gewandelt hat.

Milliarden auf dem Konto, Grönland im Fokus

Der auffälligste Posten im Quartalsbericht ist die Liquidität. Bis Ende Januar 2026 wuchsen die Barmittel auf rund 314 Millionen australische Dollar — ein direktes Ergebnis des Teilverkaufs der Beteiligung an Critical Metals Corp (CRML). Allein im vierten Quartal 2025 flossen durch den Verkauf von knapp 9,9 Millionen CRML-Aktien rund 184,6 Millionen AUD in die Kasse, gefolgt von weiteren 118 Millionen AUD nach dem Quartalsende.

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Trotz dieser Verkäufe hält European Lithium noch 48 Millionen CRML-Aktien. Bewertet zum Schlusskurs vom 29. Januar 2026, entspricht das einem geschätzten Wert von rund 964 Millionen AUD.

Das Grönland-Projekt Tanbreez bleibt der strategische Kern. CEO Tony Sage bestätigte gegenüber Reuters, dass verbindliche Lieferverträge bis Ende des ersten Quartals 2026 abgeschlossen werden sollen. 75 Prozent der geplanten Produktion sind bereits an Abnehmer in den USA und Europa vorverkauft. CRML und die saudi-arabische Unternehmensgruppe Tariq Abdel Hadi Abdullah Al-Qahtani & Brothers Company planen zudem ein 50/50-Joint-Venture für eine Seltene-Erden-Verarbeitungsanlage in Saudi-Arabien — inklusive langfristiger Abnahmerechte für 25 Prozent der Tanbreez-Produktion.

Der Zeitplan sieht den Beginn des Tagebaus für 2027 vor, erste Produktlieferungen für Mitte 2028. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Grönland-Projekt wird auf rund 500 Millionen US-Dollar geschätzt.

Wolfsberg, Titan und geopolitische Aufmerksamkeit

Das österreichische Lithiumprojekt Wolfsberg liegt vorerst auf Eis — der Lithiumpreis muss sich erholen, bevor eine finale Investitionsentscheidung fällt. Die Bergbaulizenz wurde Anfang Februar 2026 jedoch um zwei Jahre verlängert, was die Finanzierungsgespräche mit Partner Obeikan weiter ermöglicht.

Neu hinzugekommen ist eine Diversifizierung in Richtung Titan: Im Januar 2026 vereinbarte European Lithium die vollständige Übernahme des US-amerikanischen Titanproduzenten Velta Holding, finanziert durch rund 173 Millionen neu ausgegebene Aktien. Velta gilt als Prioritätsprojekt im Rahmen des US-ukrainischen Abkommens zu kritischen Mineralien.

Geopolitisch rückt Tanbreez derweil in immer höhere Kreise. CEO Sage traf sich in Singapur mit Donald Trump Jr., um über das Potenzial des Projekts zu sprechen — konkret darum, Chinas Dominanz bei schweren Seltenen Erden zu brechen. China kontrolliert rund 90 Prozent der globalen Verarbeitungskapazitäten. Tanbreez enthält etwa 30 Prozent schwere Seltene Erden, die für Verteidigungstechnologien, Hochleistungsmagnete und Elektronik unverzichtbar sind.

Die Index-Aufnahme ab morgen verpflichtet passive Fonds und ETFs, die den S&P/ASX All Ordinaries abbilden, Aktien von European Lithium zu halten — eine strukturell neue Nachfragequelle. Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 454 Prozent verteuert, was die Aufnahmekriterien erst erfüllbar machte. Bis Ende März will das Unternehmen den Markt mit aktualisierten Zeitplänen und Testergebnissen aus Tanbreez informieren.

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