European Lithium stellt sein bisher zentrales Projekt in Österreich vorerst ein und richtet den Blick stärker auf Beteiligungen in den USA und Grönland. Damit verschiebt sich der Investmentcase deutlich – weg vom kurzfristigen Produzenten von Batterie-Lithium hin zu einer Holding-Struktur mit Hebel auf seltene Erden.

Kern ist dabei die Beteiligung an Critical Metals Corp (CRML) und dem Tanbreez-Projekt in Grönland, während das Wolfsberg-Lithiumprojekt auf bessere Marktbedingungen warten muss.

Wolfsberg auf Eis, Strategie verschoben

Das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Österreich ist offiziell ausgesetzt. Das Management hat klargestellt, dass die Entwicklung erst wieder Fahrt aufnehmen soll, wenn sich die weltweiten Lithiumpreise nachhaltig erholen.

Damit weicht das Unternehmen von seiner bisherigen Linie ab, Wolfsberg als kurzfristige europäische Quelle für Batterie-Lithium zu positionieren. Die unmittelbare Wachstumsperspektive verlagert sich damit fast vollständig auf:

  • die Mehrheitsbeteiligung an Critical Metals Corp (Nasdaq: CRML)
  • das Tanbreez-Projekt für seltene Erden in Grönland

Faktisch agiert European Lithium damit weniger als klassischer Minenentwickler und stärker als Holding mit einem wesentlichen Anteil an einem US-gelisteten Unternehmen.

Technisches Bild: Abwärtstrend intakt

Die Börse reagiert spürbar auf diese Unsicherheit. Per Handelsschluss gestern stufte die Analyseplattform StockInvest die Aktie als „Sell Candidate“ ein.

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Wichtige technische Punkte:

  • Trend: Die Aktie bewegt sich in einem breiten, fallenden Trend. Das signalisiert anhaltende Abgabebereitschaft.
  • Volatilität: Die Tagesausschläge bleiben hoch, zuletzt lagen die Schwankungen bei rund 3,3 %.
  • Unterstützung & Widerstand: Ein zentraler Unterstützungsbereich liegt bei etwa A$0,150. Ein Rutsch darunter könnte zusätzlichen technischen Verkaufsdruck auslösen. Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand bei rund A$0,161.

Damit ist das technische Setup derzeit klar negativ ausgerichtet.

Critical Metals als Kurstreiber

Mit der Pause in Wolfsberg hängt die Bewertung von European Lithium nun eng an der Entwicklung von Critical Metals Corp und dem Fortschritt beim Tanbreez-Projekt.

Zentrale Aspekte:

  • Tanbreez-Zeitplan: Critical Metals Corp plant, Lieferverträge für Tanbreez im Laufe des ersten Quartals 2026 abzuschließen.
  • Liquidität über CRML-Aktien: European Lithium hat seine CRML-Anteile bereits genutzt, um Liquidität zu schaffen. Die Möglichkeit, den laufenden Betrieb ohne weitere Verwässerung der Aktionäre zu finanzieren, hängt stark von der Kursentwicklung von CRML an der Nasdaq ab.
  • Geopolitischer Rahmen: Der Fokus auf seltene Erden in Grönland passt zu den Bestrebungen westlicher Länder, Lieferketten für kritische Rohstoffe unabhängiger von China zu machen. Das könnte grundsätzlich den Zugang zu staatlicher Förderung oder strategischen Partnerschaften in den USA und Europa erleichtern.

Die Aktie von European Lithium spiegelt damit zunehmend die Erwartungen an Tanbreez und CRML wider – und weniger kurzfristige Lithiumfantasie aus Österreich.

Marktdaten und Ausblick

Die aktuelle Lage lässt sich komprimiert so darstellen:

  • Aktientrend: Bärisch, klarer Abwärtstrend
  • Wolfsberg-Status: Ausgesetzt, bis sich Lithiumpreise deutlich erholen
  • Zentrales Asset: Mehrheitsbeteiligung an Critical Metals Corp (CRML)
  • Wichtige Unterstützung: Bereich um A$0,150
  • Strategische Ausrichtung: Seltene Erden (Grönland) statt Lithium (Österreich)

Anleger preisen derzeit sowohl die Verzögerung in Österreich als auch die Umsetzungsrisiken in Grönland ein. Der Wegfall eines kurzfristigen Katalysators durch Wolfsberg macht die Aktie stark abhängig von Nachrichten zu Critical Metals und Tanbreez. Solange weder eine deutliche Erholung der Lithiumpreise noch eine größere kommerzielle Vereinbarung für Tanbreez vermeldet wird, spricht das technische Bild eher für anhaltenden Druck auf die Notierung.

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