Das Jahr 2025 war für Aktionäre von European Lithium bisher ein voller Erfolg mit Kursgewinnen von bis zu 350 Prozent. Doch kurz vor dem Jahreswechsel präsentiert sich eine komplexe Gemengelage: Während stark anziehende Rohstoffpreise und neue Analystenschätzungen die Bullen füttern, sorgen regulatorische Hürden in Österreich und die Kursschwäche der wichtigen US-Beteiligung für Nervosität. Kann die Aktie den positiven Trend im volatilen Marktumfeld behaupten?

Rückenwind vom Rohstoffmarkt

Der externe Markt liefert derzeit die stärksten Kaufargumente. In China kletterten die Futures für Lithiumcarbonat auf ein 19-Monats-Hoch von 118.000 CNY pro Tonne. Dies entspricht einem Anstieg von über 57 Prozent im Jahresvergleich.

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Treibende Kräfte hinter dieser Entwicklung sind:
* Angebotsverknappung: In der chinesischen Provinz Jiangxi wurden 27 Berbaulizenzen storniert, was das Angebot verknappt.
* Rekordnachfrage: Der Absatz von New Energy Vehicles in China erreichte im November mit 1,82 Millionen Einheiten einen neuen Höchststand.
* Infrastruktur: Peking plant eine massive Ausweitung der Ladekapazitäten bis 2027.

Für European Lithium verbessert dieses Preisumfeld die langfristigen wirtschaftlichen Aussichten des geplanten Wolfsberg-Projekts in Österreich erheblich. Auch Analysten reagieren: JPMorgan hob beispielsweise das Lithium-Preisziel für 2026 auf 17.500 US-Dollar pro Tonne an.

Klares Votum der Analysten

First Berlin Equity Research reagierte am 19. Dezember auf die veränderte Lage und hob das Kursziel für die Aktie drastisch an. Die Experten sehen den fairen Wert nun bei 0,22 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von rund 57 Prozent entspricht.

Die Kaufempfehlung stützt sich auf mehrere fundamentale Faktoren. Die kombinierte Liquiditätsposition von European Lithium und der Tochtergesellschaft Critical Metals Corp (CRML) liegt bei über 205 Millionen US-Dollar. Zudem rückt das Tanbreez-Projekt für Seltene Erden in Grönland stärker in den Fokus der Bewertung. Besonders bemerkenswert ist die Diskrepanz bei der Marktkapitalisierung: Das Aktienpaket an CRML ist rechnerisch derzeit mehr wert als die gesamte Börsenbewertung von European Lithium – ein Hinweis auf einen deutlichen Abschlag, den der Markt aufgrund von Ausführungsrisiken vornimmt.

Gegenwind aus den USA und Österreich

Trotz der optimistischen Studien gibt es reale Belastungsfaktoren. Die Aktie der an der Nasdaq gelisteten Critical Metals Corp geriet zuletzt unter die Räder und verlor am Freitag über 6 Prozent. Da European Lithium etwa 45 Prozent der Anteile hält, drückt diese Schwäche direkt auf den inneren Wert des Unternehmens. Marktbeobachter sehen hier eine technische Konsolidierung nach volatilen Vorwochen.

Zusätzlich sorgt die Bürokratie für Sand im Getriebe. Das Bundesverwaltungsgericht in Österreich kippte Ende November eine Entscheidung, die das Wolfsberg-Projekt von einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) befreit hätte. Zwar stoppt dies das Vorhaben nicht, doch die Behörden müssen nun eine einzelfallbezogene Prüfung durchführen, was den Zeitplan komplizierter gestaltet. Das Unternehmen hält dennoch am Ziel fest, die Produktion im Zeitraum 2027/2028 aufzunehmen.

Operativ wurden im Dezember weitere Weichen gestellt, darunter ein Joint Venture in Rumänien zur Verarbeitung Seltener Erden und der Erwerb einer Pilotanlage für das Tanbreez-Projekt. Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf die heutige Hauptversammlung von Critical Metals Corp, von der sich Investoren weitere Details zum operativen Fahrplan erhoffen.

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