Während der ETH-Kurs in diesem Jahr deutlich unter Druck steht, arbeiten Ethereums Entwickler an einem der tiefgreifendsten technischen Umbauten der Netzwerkgeschichte. Vitalik Buterin hat Anfang März 2026 einen Zweistufenplan veröffentlicht, der die Grundarchitektur des Protokolls neu gestalten soll — nicht als Reaktion auf Marktturbulenzen, sondern als langfristige Weichenstellung.

Buterin greift tief ins Fundament

Der Kern des Vorschlags: Ethereum kämpft mit einem Engpass bei der Verarbeitung von Zero-Knowledge-Beweisen, die für Skalierbarkeit und Datenschutz zunehmend zentral werden. Buterin argumentiert, dass der aktuelle Zustandsbaum und die virtuelle Maschine zusammen für mehr als 80 Prozent dieses Engpasses verantwortlich sind.

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Der erste Schritt ist konkret und bereits in Arbeit. EIP-7864 würde Ethereums bisherigen Zustandsbaum durch eine binäre Struktur mit effizienterer Hash-Funktion ersetzen. Das Ergebnis: Merkle-Branches würden auf ein Viertel der heutigen Länge schrumpfen, was Light-Client-Tools wie Helios erheblich entlastet. Ein Wechsel der Hash-Funktion könnte die Beweiseffizienz zusätzlich um das Drei- bis Hundertfache steigern.

Der zweite Schritt ist spekulativer, aber potenziell weitreichender. Buterin schlägt vor, die Ethereum Virtual Machine langfristig durch eine RISC-V-basierte Architektur zu ersetzen — dieselbe, die die meisten ZK-Prover bereits nutzen. Das würde eine ganze Übersetzungsschicht eliminieren. Rückwärtskompatibilität wäre gewahrt: Die alte EVM würde als Smart Contract auf der neuen Maschine weiterlaufen.

Glamsterdam kommt zuerst

Bevor diese Langzeitpläne greifen, steht mit Glamsterdam ein konkretes Hard Fork für Mai oder Juni 2026 an. Das Upgrade führt parallele Transaktionsverarbeitung, On-Chain-Block-Building und spürbar niedrigere Gasgebühren ein. Drei der vorgeschlagenen EIPs wurden bereits auf Devnet-4 getestet, Devnet-5 ist in Vorbereitung.

Das darauffolgende Upgrade Hegotá, geplant für das zweite Halbjahr 2026, soll Ethereums Datenspeicherung durch Verkle Trees um rund 90 Prozent schlanker machen — was sogenannte Stateless Clients ermöglicht, die ohne vollständige Zustandshistorie validieren können.

Institutionelles Interesse trotz Kurskorrektur

Der Kursrückgang seit dem Allzeithoch im August 2025 folgte makroökonomischen Impulsen — Zollankündigungen und geopolitische Risikoaversion — nicht fundamentalen Schwächen des Protokolls. Das institutionelle Interesse blieb davon weitgehend unberührt: Die verwalteten Vermögen in US-Spot-ETH-ETFs erreichten diesen Monat 14,14 Milliarden Dollar. Allein vergangene Woche flossen über 160 Millionen Dollar in diese Produkte — die stärksten Wochenzuflüsse seit Mitte Januar.

BlackRocks neu lancierter Ethereum-Staking-ETF ETHB zog in den ersten zwei Handelstagen mehr als 45 Millionen Dollar an Zuflüssen an, zusätzlich zu einer Startinvestition von 104 Millionen Dollar.

Interner Dissens über die Rolle der Foundation

Nicht alle Entwicklungen verlaufen reibungslos. Die Ethereum Foundation veröffentlichte ein 38-seitiges Dokument, das ihre Rolle als neutrale Verwalterin dezentraler Infrastruktur definiert — und explizit darauf verzichtet, das Ökosystem aktiv zu steuern. Kritiker sehen darin ein Rückzugssignal zu einem Zeitpunkt, an dem institutionelles Interesse an Blockchain-Infrastruktur wächst und Konkurrenten wie Solana an Boden gewinnen. Nethermind, Entwickler einer der zentralen Client-Implementierungen, wertete das Dokument hingegen als Ausdruck jener Eigenschaften, die institutionelle Käufer bei der Bewertung von Blockchain-Infrastruktur ohnehin suchen.

Glamsterdam wird der erste Praxistest für Ethereums Entwicklungstempo in diesem Jahr — und damit ein frühes Signal, ob die technische Ambition auch im Zeitplan hält.

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