Ethereum: Überraschender Strategiewechsel
Vitalik Buterin stellt die bisherige Skalierungsstrategie von Ethereum infrage. Lange galten sogenannte Rollups als der primäre Weg zu mehr Leistung, doch nun fordert der Co-Gründer eine Anpassung der Roadmap. Der Grund: Das Hauptnetzwerk entwickelt sich leistungsfähiger als gedacht, während viele externe Layer-2-Lösungen die Erwartungen bei der Dezentralisierung bisher nicht erfüllen.
Abkehr vom reinen Rollup-Fokus
Die ursprüngliche Vision sah vor, dass Layer-2-Netzwerke (L2) als eng integrierte Erweiterungen Transaktionen auslagern, um das System zu skalieren. Buterin sieht dieses Modell nun kritisch. Das Ethereum-Hauptnetzwerk selbst hat unerwartet große Fortschritte bei der direkten Skalierbarkeit gemacht, was sich in sinkenden Transaktionsgebühren und geplanten Erhöhungen der Gas-Limits zeigt.
Gleichzeitig tun sich viele sekundäre Chains schwer, eine vollständige Dezentralisierung zu erreichen. Laut Buterin sollten sich diese L2-Lösungen daher künftig weniger auf reine Transaktionskapazität konzentrieren, sondern vielmehr einzigartige Mehrwerte schaffen. Im Fokus stehen dabei spezialisierte Funktionen wie verbesserter Datenschutz, da das Basis-Layer zunehmend in der Lage ist, die reine Last der Transaktionen selbst zu tragen.
Fundamentaldaten vs. Kursentwicklung
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Diese strategische Neuausrichtung erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld. Der Ethereum-Kurs markierte heute ein neues 52-Wochen-Tief bei 2.121 US-Dollar und verlor auf Monatssicht über 30 Prozent an Wert. Doch fundamental zeigt sich ein anderes Bild: Die Anzahl der täglichen Transaktionen erreichte Mitte Januar 2026 einen neuen Höchststand. Auch die Entwickleraktivität bleibt auf Rekordniveau, was das anhaltende Interesse an der technologischen Basis unterstreicht.
Der Fahrplan für 2026
Der Fokus richtet sich nun auf zwei zentrale Protokoll-Updates, die für das laufende Jahr geplant sind:
- Glamsterdam (1. Jahreshälfte): Dieses Update zielt auf eine effizientere Ausführung von Transaktionen ab. Die Vorbereitungen für die Testumgebung laufen bereits auf Hochtouren.
- Hegota (2. Jahreshälfte): Hier stehen langfristige Themen wie das Management des Datenwachstums und die Zensurresistenz im Vordergrund. Forscher schlagen neue Mechanismen vor, um die Neutralität des Protokolls direkt auf technischer Ebene zu sichern.
Die kommenden Monate werden für die Akzeptanz dieser neuen Richtung entscheidend sein. Neben den technischen Updates blickt die Branche auf die im März anstehende Ethereum Community Conference (EthCC). Vor dem Hintergrund neuer EU-Regulierungen wie MiCA dürfte dort vor allem das institutionelle Interesse ein wichtiger Gradmesser für die zukünftige Positionierung von Ethereum sein.
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