Während der Kurs zuletzt kräftig schwankte, arbeitet Ethereum an einem Thema, das weit über den nächsten Monat hinaus reicht: Schutz vor künftigen Quantencomputern. Die Ethereum Foundation macht „Post-Quantum“-Sicherheit jetzt zur strategischen Priorität und zieht dafür eigene Strukturen hoch. Doch wie passt dieser langfristige Infrastruktur-Ausbau zu einem Markt, der gerade riskante Positionen konsequent abbaut?

Post-Quantum wird Chefsache

Die Ethereum Foundation hat Ende Januar ein dediziertes Post-Quantum-(PQ)-Team aufgesetzt. Geleitet wird es von Thomas Coratger. Der Schritt ist mehr als nur Forschung im Hintergrund: Die Foundation spricht ausdrücklich von einem Wechsel hin zu aktiver Engineering-Arbeit.

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Coratger begründete das mit dem technologischen Fortschritt bei Quantencomputern: Es gehe nicht mehr nur um Theorie, sondern zunehmend um praktische Umsetzung – und damit um einen engeren Zeitplan für Vorsorge.

Ein zentraler Baustein ist leanVM. Dahinter steckt Software, die mehrere Post-Quantum-Freigaben in einem einzigen Nachweis bündeln soll, der effizient in die Blockchain eingebracht werden kann. Laut Coratger laufen bereits Testnetze mit Post-Quantum-Signaturen. Der erste Schwerpunkt liegt auf der Consensus Layer, also dem Mechanismus, mit dem Validatoren Transaktionen und neue Blöcke gemeinsam bestätigen. Die heutige Kryptografie funktioniere zwar, könnte aber von künftigen Quantencomputern grundsätzlich angreifbar werden.

Nicht nur die Foundation zieht nach

Der Vorstoß ist kein isoliertes Projekt. Mehrere Akteure im Ökosystem positionieren sich ebenfalls:

  • Coinbase kündigte ein eigenes Quantum-Advisory-Board mit führenden Kryptografen an.
  • Optimism legte eine formale 10-Jahres-Roadmap vor, um den Superchain-Stack schrittweise auf Post-Quantum-Kryptografie auszurichten.
  • Die Ethereum Foundation plant zwei Forschungspreise über jeweils 1 Mio. US-Dollar („Poseidon Prize“ und „Proximity Prize“), um kryptografische Forschung zu beschleunigen.

Der Markt räumt auf: Liquidationen als Brandbeschleuniger

Parallel dazu hat ETH zuletzt eine harte Korrektur erlebt. Innerhalb von sieben Tagen steht Ethereum laut den bereitgestellten Daten knapp 20% im Minus.

Am 1. Februar kam es zudem zu einer breiten Liquidationswelle im Derivatemarkt: Ethereum machte laut Coinglass-Daten rund 961 Mio. US-Dollar aus – etwa 44% der gesamten Krypto-Futures-Liquidationen von 2,2 Mrd. US-Dollar an diesem Tag. Der Großteil entfiel auf Long-Positionen (rund 80–85%). Solche Kaskaden verstärken Abwärtsbewegungen typischerweise, weil zwangsweise Verkäufe zusätzliche Dynamik erzeugen.

Als Treiber der Korrektur nennt der Bericht mehrere Faktoren: risk-off Stimmung im Kryptomarkt nach Bitcoin-Schwäche, die Fed-Entscheidung vom 28. Januar (Zinsen unverändert bei 3,50–3,75%), dünne Wochenend-Liquidität sowie algorithmische Verkäufe nach dem Bruch technischer Marken.

Was trotz Volatilität weiterläuft

Unterm Strich prallen zwei Zeithorizonte aufeinander: kurzfristig Deleveraging und Makro-Gegenwind, langfristig Infrastrukturarbeit. Die Foundation will die PQ-Entwicklung zudem mit der Community verzahnen – unter anderem über regelmäßige Entwickler-Sessions, Multi-Client-Testnetze für Post-Quantum-Consensus und ein Post-Quantum-Event im Oktober samt Bildungsformaten.

Der Kernpunkt: Ethereum versucht, die Sicherheitsarchitektur frühzeitig auf eine potenziell neue Rechner-Ära vorzubereiten – auch wenn der Markt gerade wenig Geduld für Zukunftsthemen zeigt und riskante Positionen konsequent abbaut.

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