Ethereum steht heute an einem ungewöhnlich dichten Kreuzungspunkt: BlackRocks erster Staking-ETF verändert die Struktur des Krypto-ETF-Markts, institutionelle Käufer häufen ETH in einem Tempo an, das den Markt bemerkt hat — und heute Nachmittag spricht Jerome Powell.

BlackRocks ETHB: Mehr als ein weiterer ETF

Am 12. März startete BlackRock den iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB) an der Nasdaq. Das Produkt debütierte mit 107 Millionen Dollar Startkapital und 15,5 Millionen Dollar Handelsvolumen am ersten Tag. Was ETHB von früheren Spot-Ethereum-ETFs unterscheidet: Rund 80 Prozent der gehaltenen ETH sind bereits on-chain gestakt.

Das bedeutet, Anleger erhalten nicht nur Kursexposure, sondern partizipieren am Staking-Ertrag des Ethereum-Netzwerks. Bei einer aktuellen Netzwerk-Rendite von rund 3,1 Prozent jährlich fließen etwa 82 Prozent der Bruttoerträge als monatliche Ausschüttung an Investoren — der Rest geht an BlackRock und Betreiber wie Coinbase Prime, Figment und Galaxy Digital.

Möglich wurde ETHB durch zwei regulatorische Veränderungen: den GENIUS Act vom Juli 2025, der den Weg für renditebringende Krypto-Produkte freimachte, sowie den Abgang von SEC-Chef Gary Gensler, der Staking-Komponenten in ETF-Anträgen zuvor systematisch blockiert hatte. Die Struktur lässt sich auf andere Proof-of-Stake-Netzwerke übertragen — Anträge für Solana- und Cardano-Staking-ETFs liegen der SEC bereits vor.

Institutionelle Nachfrage auf breiter Front

Parallel dazu hat sich die institutionelle Akkumulation deutlich beschleunigt. US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten vergangene Woche Zuflüsse von über 160 Millionen Dollar — die stärkste Woche seit Mitte Januar. Über sechs aufeinanderfolgende Handelstage summierten sich die Gesamtzuflüsse auf mehr als 11,8 Milliarden Dollar.

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Das Unternehmen Bitmine kaufte allein in den vergangenen zwei Wochen rund 122.000 ETH im Wert von etwa 280 Millionen Dollar. Die Gesamtposition liegt mittlerweile bei über 4,59 Millionen ETH. JPMorgan wählte Ethereum für seinen ersten tokenisierten Geldmarktfonds, Goldman Sachs meldete Ethereum-ETF-Bestände von über einer Milliarde Dollar.

Powell als entscheidende Variable

ETH hat im März rund 25 Prozent zugelegt und dabei sowohl Bitcoin als auch den S&P 500 deutlich übertroffen. Der Kurs liegt aktuell rund 58 Prozent über dem Jahrestief vom April 2025.

Heute Abend um 20:00 Uhr MEZ veröffentlicht die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung, um 20:30 Uhr folgt Powells Pressekonferenz. Eine Zinspause bei 3,50 bis 3,75 Prozent gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 94 bis 99 Prozent als ausgemacht. Marktbewegend wird das Dot Plot — die vierteljährliche Projektion der Fed-Mitglieder — und Powells Ton angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen: US-Angriffe auf den Iran, kurzzeitig über 119 Dollar gestiegene Ölpreise und neue 15-Prozent-Zölle müssen erstmals in die offiziellen Projektionen einfließen.

Die historische Bilanz ist eindeutig: Nach sieben der letzten acht FOMC-Sitzungen fiel ETH, mit Verlusten zwischen 13 und 26 Prozent. Rund 2,52 Milliarden Dollar an Long-Positionen würden unter der Marke von 2.000 Dollar liquidiert — ein erhebliches Abwärtsrisiko, sollte Powell einen restriktiveren Ton anschlagen. Ein Signal Richtung zwei Zinssenkungen in 2026 hingegen wäre das stärkste makroökonomische Kaufsignal für Krypto in diesem Zyklus.

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