Ethereum startet holprig ins neue Jahr. Während der Kurs deutlich nachgibt, investiert Mitgründer Vitalik Buterin knapp 45 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in die Weiterentwicklung des Netzwerks. Gleichzeitig kündigt er eine Phase der "milden Austerität" für die Ethereum Foundation an – ein ungewöhnlicher Schritt, der Fragen nach der strategischen Ausrichtung aufwirft.

45 Millionen Dollar für die Zukunft

Ende Januar zog Buterin 16.384 ETH von seinen persönlichen Beständen ab – umgerechnet rund 44,7 Millionen Dollar. Das Geld soll in eine "aggressive Roadmap" fließen, die Ethereum als dezentralen "Weltcomputer" voranbringen soll. Im Fokus stehen Open-Source-Anwendungen in Bereichen wie Finanzen, Kommunikation, Governance und sogar Biotechnologie.

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Buterin will künftig aktiver in Entwicklungsprojekte eingreifen. Seine Priorität: Nutzer sollen mit maximaler Eigenständigkeit, Sicherheit und Privatsphäre auf das Netzwerk zugreifen können.

Lex Sokolin, Managing Partner bei Generative Ventures, interpretiert Buterins Vorstoß als Eingeständnis: Reine "narrative-driven investments" funktionieren nicht mehr. Projekte müssten heute fundamentale Stärke zeigen, nicht nur Konferenzen und Bewertungen im Unicorn-Bereich vorweisen.

Lido erweitert Staking-Infrastruktur

Parallel dazu hat Lido Finance sein V3-Upgrade auf dem Ethereum-Mainnet ausgerollt. Mit den sogenannten stVaults können Entwicklerteams nun modulare Staking-Umgebungen nutzen, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen. Die Anbindung an Lidos Liquidität und DeFi-Integrationen bleibt dabei erhalten.

Erste Partner sind bereits an Bord: Das Layer-2-Netzwerk Linea von Consensys nutzt stVaults, um einen Teil der gebrückten ETH zu staken und Belohnungen an Liquiditätsanbieter weiterzuleiten. Auch die Blockchain-Analysefirma Nansen hat ihr erstes Ethereum-Staking-Produkt über das System gestartet.

"Ethereum-Staking entwickelt sich weiter. Unterschiedliche Nutzer brauchen unterschiedliche Setups", erklärt Isidoros Passadis, Chef des Stakings bei der Lido Labs Foundation.

Markt bleibt angespannt

Die technischen Fortschritte können den Kursverfall bislang nicht bremsen. Ethereum notiert aktuell um 2.300 Dollar – ein Rückgang von rund 20 Prozent binnen einer Woche. Der breitere Kryptomarkt steht unter Verkaufsdruck, der Crypto Fear & Greed Index signalisiert "Extreme Fear".

Auch das Fusaka-Upgrade vom Dezember, das die Datenkapazität des Netzwerks erweiterte, konnte keine nachhaltige Aktivitätssteigerung auslösen. JPMorgan-Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou bleiben skeptisch: Bisherige Ethereum-Upgrades hätten die Netzwerkaktivität nicht dauerhaft erhöht – zu stark sei der Wettbewerb durch Layer-2-Lösungen und Konkurrenten wie Solana.

Das nächste große Netzwerk-Upgrade "Glamsterdam" ist für 2026 geplant und soll die Skalierbarkeit weiter verbessern. Ob die fundamentale Entwicklung des Ökosystems ausreicht, um die Kursschwäche zu überwinden, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen – nicht zuletzt abhängig von makroökonomischen Faktoren wie den anstehenden US-Inflationsdaten.

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