Ericsson transformiert sein Kerngeschäft grundlegend. Der schwedische Netzwerkausrüster setzt konsequent auf die Verknüpfung von Mobilfunk und Künstlicher Intelligenz (KI), um neue Erlösquellen jenseits der klassischen Hardware zu erschließen. Jüngste Partnerschaften mit Technologieschwergewichten wie Microsoft und Mastercard verdeutlichen den Anspruch, die digitale Infrastruktur der nächsten Generation maßgeblich zu prägen.

Hardware für das KI-Zeitalter

Am vergangenen Dienstag präsentierte Ericsson ein neues Portfolio an Funkmodulen, Antennen und Software-Lösungen, die speziell für KI-gesteuerte Netzwerke entwickelt wurden. Diese Neuentwicklungen zielen darauf ab, die Leistung im Uplink zu steigern und gleichzeitig die Betriebskosten sowie den Energieverbrauch zu senken. Durch die Integration von Beschleunigern für neuronale Netze direkt in die hauseigenen Halbleiter ("Ericsson Silicon") wird die Rechenleistung für KI-Anwendungen in den Mobilfunkstationen massiv erhöht.

Diese technologische Aufrüstung kommt nicht von ungefähr: Kurz vor dem Mobile World Congress (MWC) 2026 will Ericsson demonstrieren, wie Mobilfunkanbieter durch differenzierte Konnektivität neue Dienste monetarisieren können. Doch wie schnell lassen sich diese technologischen Fortschritte in tatsächliche Gewinne ummünzen? Ein wesentlicher Faktor wird hierbei die Akzeptanz der neuen Dienste durch Unternehmenskunden sein.

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Globale Allianzen und Software-Fokus

Um die technologische Reichweite zu vergrößern, ist Ericsson in der vergangenen Woche strategisch wichtige Kooperationen eingegangen. Gemeinsam mit Mistral AI arbeitet das Unternehmen an KI-Agenten, die speziell für die Herausforderungen im Telekommunikationssektor entwickelt werden. Diese sollen unter anderem die Software-Auslieferung beschleunigen und die Automatisierung von Altsystemen sowie die Forschung am kommenden 6G-Standard unterstützen.

Parallel dazu expandiert Ericsson in den Bereich digitaler Finanzdienstleistungen. Durch die Verknüpfung der eigenen Fintech-Plattform mit "Mastercard Move" soll der Zugang zu modernen Zahlungslösungen weltweit vereinfacht werden – ein Schritt, der insbesondere in Regionen wie dem Nahen Osten und Afrika die finanzielle Inklusion fördern könnte. In Zusammenarbeit mit Microsoft fokussiert sich der Konzern zudem auf das Management von 5G-Laptops für Unternehmenskunden unter Windows 11.

Marktreaktion und Ausblick

Die Börse reagierte positiv auf die jüngsten strategischen Weichenstellungen. Die Ericsson-Aktie erreichte am Freitag mit 9,68 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnete allein in den vergangenen 30 Tagen ein Plus von über 19 Prozent. Damit setzt das Papier den Erholungstrend seit Jahresbeginn eindrucksvoll fort.

Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den Mobile World Congress 2026. Dort wird Ericsson beweisen müssen, dass die neuen KI-gestützten Netzwerklösungen bereits marktreif sind und bei den großen Telekommunikationskonzernen auf konkretes Interesse stoßen. Die erfolgreichen 5G-Tests mit der italienischen Marine und die Eröffnung neuer Innovationszentren in Japan unterstreichen zumindest den globalen Ambitionsgrad des schwedischen Konzerns.

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