Das Geschäftsjahr 2025 markiert für Endeavour Silver einen tiefgreifenden Wandel. Während die Inbetriebnahme einer neuen Schlüsselmine den Umsatz auf ein Rekordniveau katapultierte, trüben deutlich ausgeweitete Nettoverluste und jüngste betriebliche Unterbrechungen das Gesamtbild. Anleger stehen nun vor der Herausforderung, das massive Produktionswachstum gegen die finanzielle Last der Expansion abzuwägen.

Rekordumsatz durch Produktionsschub

Die operativen Kennzahlen für das vergangene Jahr lesen sich auf den ersten Blick beeindruckend. Endeavour Silver konnte seinen Umsatz auf 467,5 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln. Dieser Sprung resultiert primär aus einer um 48 Prozent gesteigerten Silberäquivalent-Produktion, die im Jahr 2025 insgesamt 11,2 Millionen Unzen erreichte. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Start der kommerziellen Produktion in der Terronera-Mine im Oktober.

Zusätzlich profitierte der Bergbaukonzern von einem vorteilhaften Marktumfeld. Die realisierten Preise für Silber stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent auf durchschnittlich 40,73 US-Dollar pro Unze. Auch Gold leistete mit einem Durchschnittspreis von 3.591 US-Dollar einen signifikanten Beitrag zum Erlöswachstum. Doch warum rutschte das Unternehmen trotz dieser Erfolgsserie tiefer in die roten Zahlen?

Kosten und strategische Neuausrichtung

Hinter der glänzenden Umsatzfassade verbirgt sich ein Nettoverlust von 119,1 Millionen US-Dollar, der sich gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgeweitet hat. Verantwortlich hierfür waren laut dem Finanzbericht vor allem gestiegene Betriebskosten sowie nicht zahlungswirksame Abschreibungen. Um die Bilanz zu stärken und zukünftige Projekte wie das Pitarrilla-Vorhaben zu finanzieren, schloss das Unternehmen im Dezember eine Wandelanleihe über 350 Millionen US-Dollar ab.

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Parallel dazu treibt das Management die Portfolio-Optimierung voran. Im Januar 2026 wurde der Verkauf der Bolañitos-Mine abgeschlossen, was dem Unternehmen sofortige Liquidität und eine Beteiligung an Guanajuato Silver einbrachte. Trotz der operativen Fortschritte verlor die Aktie heute 4,80 Prozent an Wert und notiert bei 11,31 Euro. Damit korrigiert das Papier leicht, nachdem es sich auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Plus von über 224 Prozent bereits extrem stark entwickelt hatte.

Operative Normalisierung in Mexiko

Für Unruhe sorgten zuletzt Meldungen über Sicherheitsbedenken und Blockaden im mexikanischen Bundesstaat Jalisco, die zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Betriebs in der Terronera-Mine führten. Diese Störung, die Anleger kurzzeitig nervös stimmte, konnte jedoch zeitnah behoben werden.

Seit vergangenem Mittwoch, dem 25. Februar 2026, läuft der Betrieb in der Mine wieder regulär. Für das laufende Geschäftsjahr wird es nun darauf ankommen, die Effizienz am neuen Standort Terronera zu stabilisieren und die hohen Edelmetallpreise in nachhaltige Profitabilität zu übersetzen.

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