Electro Optic Systems (EOS) wagt einen größeren Schritt in den Markt für Abwehrsysteme gegen Drohnen. Mit der Übernahme des europäischen Spezialisten MARSS will das Unternehmen seine Rolle vom Komponentenlieferanten zum Anbieter integrierter Lösungen ausbauen. Die Aktie reagierte am Montag nur leicht positiv, was die eher mittel- als kurzfristige Bedeutung der Transaktion unterstreicht.

Die Eckpunkte der Übernahme

EOS hat eine Vereinbarung zur Übernahme des MARSS-Geschäfts abgeschlossen. MARSS ist auf Command-and-Control-Systeme (C2) für die Drohnenabwehr spezialisiert.

Die Konditionen im Überblick:

  • Struktur: Asset Deal (Erwerb von Vermögenswerten)
  • Sofortzahlung: 36 Mio. US-Dollar (rund 54 Mio. Australische Dollar)
  • Earn-out: Bis zu 100 Mio. Euro, abhängig vom Volumen neuer Drittvertragsabschlüsse von MARSS
  • Finanzierung: Primär aus bestehenden Barmitteln
  • Erwarteter Abschluss: Im Laufe des Jahres 2026, vorbehaltlich üblicher Genehmigungen

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet EOS nach eigener Aussage einen insgesamt weitgehend neutralen Effekt auf Ergebnis und operativen Cashflow. Damit setzt das Management klar auf den mittel- bis langfristigen Beitrag der Akquisition.

Im Zentrum der Übernahme steht die proprietäre NiDAR-Technologie von MARSS. Dieses C2-System nutzt Künstliche Intelligenz, um Sensoren und Effektoren zu verknüpfen und Drohnenbedrohungen schnell zu erkennen und zu bekämpfen.

Strategischer Hintergrund

Mit dem Schritt will EOS in der Wertschöpfungskette des rasant wachsenden Marktes für Counter-Unmanned Aerial Systems (C-UAS) nach oben rücken. Statt einzelne Hardwarekomponenten zu liefern, soll künftig ein breiteres, softwaregetriebenes Lösungsangebot im Vordergrund stehen.

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Kern der Strategie:

  • Integration der MARSS-C2- und KI-Software in die bestehenden Sensor- und Effektorplattformen von EOS
  • Aufbau eines durchgängigen Systems zur Aufklärung, Identifikation, Verfolgung und Bekämpfung von Drohnen
  • Positionierung als Generalunternehmer für größere, höherwertige Projekte mit schlüsselfertigen Schutzlösungen

Zielkunden sind militärische Auftraggeber, zivile Betreiber kritischer Infrastruktur und Einrichtungen der inneren Sicherheit. Durch die Übernahme stärkt EOS zugleich seine eigene Softwarekompetenz und erweitert seine geografische Präsenz in Europa.

Ein weiterer Baustein ist die geplante Einbindung von NiDAR in die bestehenden Remote Weapon Systems (RWS) von EOS. Dadurch könnte eine vernetzte Schutzarchitektur für Fahrzeugflotten entstehen, die eine umfassende Abwehrfähigkeit gegen Drohnenangriffe bereitstellt.

Ausblick auf 2026

Mit dem für dieses Jahr erwarteten Closing rückt die Integrationsfähigkeit von EOS in den Fokus. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die NiDAR-Technologie technisch sauber in die bestehende Produktpalette einzubetten und daraus attraktive Angebote für größere Beschaffungsprogramme zu entwickeln. Davon hängen letztlich auch die erfolgsabhängigen Earn-out-Zahlungen an die Verkäuferseite ab.

Ein wichtiger nächster Termin ist der anstehende Ergebnisbericht, der für den 3. März 2026 geplant ist. Dann dürfte das Management weitere Details zur Einbindung von MARSS, zu erwarteten Synergien und zu ersten Marktreaktionen liefern.

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