Nach einer beeindruckenden Rally gerät die DroneShield Aktie in ihre bislang heftigste Korrektur des Jahres. Innerhalb von drei Handelstagen verlor der Titel rund 16,5 % und fiel unter die Marke von 4 AUD – ausgerechnet nach der Vorlage von Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2025. Warum prallt ein solches Wachstum zunächst am Markt ab?

Rekordzahlen, schwache Kursreaktion

DroneShield meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen starken operativen Schub:

  • Jahresumsatz von 216,5 Mio. AUD (+277 % gegenüber dem Vorjahr)
  • Q4-Umsatz von 51,3 Mio. AUD (+94 % zum Vorjahresquartal)
  • SaaS-Umsätze im Q4 von 4,6 Mio. AUD (+475 %)
  • Zahlungsmittelzuflüsse im Gesamtjahr von über 200 Mio. AUD
  • Barmittelbestand von 201,1 Mio. AUD per Januar 2026

Trotz dieser Zahlen gab die Aktie am Tag der Bekanntgabe um etwa 6 % nach. Marktteilnehmer reagierten damit weniger auf die rückblickend starken Ergebnisse, sondern stärker auf die mit der Meldung verbundenen Rahmenbedingungen und Risiken.

Verwässerungsangst und technische Faktoren

Der Kurseinbruch steht im Zusammenhang mit der Auslösung von 9,2 Mio. Mitarbeiter-Optionen. Diese könnten bei Ausübung das Aktienangebot erhöhen und zu Verwässerung führen. Allein die Aussicht auf zusätzliche Stücke am Markt drückt aktuell auf die Stimmung.

Hinzu kommt der charttechnische Aspekt: Vor Beginn der Verkaufswelle notierte die Aktie noch über 4,70 AUD. Mit dem Rutsch unter die psychologisch wichtige 4-AUD-Marke steigt das Risiko weiterer Verkäufe durch kurzfristig orientierte, trendfolgende Anleger.

Rückgang in der Pipeline

Zusätzliche Fragen wirft die Entwicklung der Auftrags-Pipeline auf. Zum Januar 2026 berichtet DroneShield ein Volumen von 2,09 Mrd. AUD, nach 2,55 Mrd. AUD im Oktober 2025.

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Laut Bell Potter geht der Rückgang vor allem auf mehrere frühe, niedrig priorisierte Projekte zurück, die entweder nicht zustande kamen, im Umfang reduziert wurden oder durch Wechselkurseffekte (Aufwertung AUD/USD) niedriger ausgewiesen werden. Operativ bleibt die Pipeline damit hoch, zeigt aber weniger „aufgeblähte“ Frühphasenprojekte.

Governance-Themen belasten weiter

Die aktuelle Schwächephase trifft auf einen bereits angekratzten Vertrauenshintergrund. Im November 2025 hatten CEO Oleg Vornik und weitere Direktoren Aktienpakete im Volumen von rund 70 Mio. AUD verkauft. Vornik begründete den Verkauf von fast 50 Mio. AUD an Aktien kürzlich öffentlich mit einer hohen Steuerlast und einem von ihm als „außer Kontrolle geratenen“ Hausumbau.

Parallel dazu kam es zum überraschenden Rücktritt des US-CEO sowie zu einer administrativen Panne, in deren Folge eine zuvor veröffentlichte Vertragsmeldung wieder zurückgezogen werden musste. Diese Kombination aus Insiderverkäufen, Managementwechsel und Kommunikationsfehlern hatte bereits Ende 2025 zu einem deutlichen Kursrückgang geführt und wirkt nun nach.

Analyst bleibt zuversichtlich

Trotz der jüngsten Turbulenzen hält Bell Potter an seiner positiven Einschätzung fest. Das Haus bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,00 AUD. Auf Basis eines geschätzten EV/EBITDA für 2026 von dem 47-Fachen sieht der Broker die Bewertung rund 28 % unter dem Durchschnitt internationaler Drohnen-Vergleichsunternehmen.

Strategisch rechnet Bell Potter mit einem Wendepunkt für den globalen Markt für Abwehrsysteme gegen unbemannte Luftfahrzeuge (Counter-UAS). Viele Staaten dürften in den kommenden Jahren verstärkt in RF-Detektions- und Abwehrlösungen investieren. Aus der Pipeline von rund 2,1 Mrd. AUD erwartet der Broker in den nächsten drei bis sechs Monaten konkrete, größere Vertragsabschlüsse, wenn Verteidigungsbudgets neu freigegeben werden.

Starke Bilanz, anspruchsvolle Gegenwart

Im größeren Bild bleibt die Kursbilanz beeindruckend: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie trotz der Korrektur noch etwa 18,6 % im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Anstieg auf rund 575 %. Gleichzeitig zeigt sich, wie volatil der Sektor rund um Anti-Drohnen-Technologien bleibt – auch vor dem Hintergrund bedeutender Regierungs- und Unternehmenskunden.

Kurzfristig treffen drei Faktoren aufeinander: Gewinnmitnahmen nach einer außergewöhnlichen Rally, Verwässerungssorgen durch Mitarbeiteroptionen und anhaltende Governance-Vorbehalte. Für die weitere Kursentwicklung dürften in den kommenden Monaten vor allem der Zufluss neuer Aufträge aus der bestehenden Pipeline sowie stabile Managementstrukturen entscheidend sein.

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