DroneShield legt nach: Nach einer Reihe größerer Aufträge öffnet sich für den australischen Spezialisten für Anti-Drohnen-Systeme ein systematischer Zugang zu Regierungsbeschaffungen. Die Aufnahme in ein zentrales Verteidigungsprogramm sorgt heute für deutliche Kursgewinne und schürt Erwartungen an weitere Aufträge.

Der Kurs legte im Tagesverlauf um rund 8 % auf 4,41 AUD zu und setzt damit die Rally der vergangenen Monate fort.

LAND-156-Panel: Vereinfachter Zugang zu Aufträgen

DroneShield wurde vom australischen Verteidigungsministerium als Category-2-Anbieter für C-sUAS-Lösungen (Counter-small Unmanned Aerial Systems) in das „Counter‑sUAS Services Standing Offer Panel“ im Rahmen von Project LAND 156 Line of Effort 3 aufgenommen.

Über dieses Panel kann das Verteidigungsministerium künftig Hardware, Software, Command-and-Control-Systeme (C2) und zugehörige Services von DroneShield im Rahmen eines „Capability as a Service“-Modells beziehen. Die Beschaffung erfolgt dabei über selektive und begrenzte Ausschreibungen, ohne jedes Mal ein vollständiges offenes Vergabeverfahren durchführen zu müssen. Das kann die Umsetzung neuer Projekte spürbar beschleunigen.

Der Anwendungsbereich ist breit angelegt: Das Panel ermöglicht potenzielle Einsätze an rund 150 Militärstützpunkten und Einrichtungen sowie weiteren Standorten der Bundesverwaltung, darunter kritische Infrastruktur, Häfen und Polizei-Standorte.

CEO Oleg Vornik betonte, man sei bereit, einsatzerprobte, softwaredefinierte C‑sUAS-Lösungen im Rahmen dieser Vereinbarung zu liefern.

Kein Umsatz garantiert – aber „wesentlich“ erwartet

Die Aufnahme in das Panel entspricht noch keinem konkreten Auftrag. Jede Basis oder Gruppe von Standorten wird separat bewertet und mit spezifischen Anforderungen ausgeschrieben.

DroneShield weist darauf hin, dass sich das künftige Umsatzvolumen derzeit nicht quantifizieren lässt, erwartet jedoch einen „wesentlichen“ Beitrag.

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Hintergrund: Milliardenprogramm für Anti-Drohnen-Fähigkeiten

Das Signal der Regierung wirkt vor dem Hintergrund eines umfangreichen Investitionsprogramms: Verteidigungsminister für Industrie Pat Conroy hat zuvor Mittel in Höhe von 1,3 Mrd. AUD für Anti‑Drohnen-Fähigkeiten über die kommenden zehn Jahre in Aussicht gestellt.

DroneShield ist bereits seit 2024 in Project LAND 156 aktiv. Im September 2024 erhielt das Unternehmen erste Aufträge in Höhe von rund 6 Mio. AUD. Die jetzige Panel-Aufnahme markiert den Einstieg in die dritte Linie des Programms, die auf Service- und Lösungsbereitstellung in verschiedenen sicherheitsrelevanten Umgebungen abzielt.

Jüngste Auftragsdynamik und Management-Ausbau

Die Panel-Auswahl reiht sich in eine Serie größerer Verträge ein:

    1. Dezember 2025: Auftrag über 8,2 Mio. AUD für tragbare Anti-Drohnen-Systeme an einen westlichen Militärkunden
    1. Dezember 2025: Militärvertrag im Asien-Pazifik-Raum über 6,2 Mio. AUD
    1. Dezember 2025: Europäischer Militärvertrag über 49,6 Mio. AUD für tragbare Systeme

Parallel stärkt DroneShield seine Vertriebsorganisation: Am 6. Januar 2026 wurde Louis Gamarra zum Chief Commercial Officer ernannt, der die globale Verkaufsstrategie in der aktuellen Skalierungsphase verantworten soll.

Bewertung: Hohe Erwartungen im Kurs

Mit der jüngsten Kursbewegung nähert sich die Marktkapitalisierung der Marke von 4 Mrd. AUD. Dem stehen Umsätze von rund 100 Mio. AUD in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber. Damit wird die Aktie aktuell etwa mit dem 40‑Fachen des Umsatzes bewertet.

Besonders auffällig ist der Kursverlauf der vergangenen zwölf Monate: Die Aktie stieg von etwa 0,68 AUD im Januar 2025 auf aktuell über 4,40 AUD – ein Plus von rund 555 %. Nach dem Zwischenhoch bei knapp 6,70 AUD im Oktober 2025 folgte allerdings eine deutliche Korrektur, ausgelöst durch umfangreiche Aktienverkäufe von Führungskräften im November 2025.

Die zentrale Frage lautet daher: Stützen die jüngsten Panel- und Vertragsmeldungen die hohe Bewertung nachhaltig? Die Kombination aus Regierungsprogrammen, internationaler Auftragspipeline und starkem Kursanstieg deutet zumindest darauf hin, dass der Markt weiteres Wachstum bereits einpreist.

Ausblick: Nächster Test im Februar

Der nächste bewertungsrelevante Termin ist der anstehende Ergebnisbericht, der um den 22. Februar 2026 erwartet wird. Dann wird sich zeigen, in welchem Umfang die jüngsten Verträge und die LAND‑156‑Einbindung bereits im Auftragsbestand und in den Kennzahlen sichtbar werden.

Zusätzlich könnte die am 14. Januar 2026 angekündigte Partnerschaft mit dem niederländischen Verteidigungssoftware-Spezialisten Intelic Impulse liefern. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung modularer europäischer C‑UAS-Fähigkeiten. Damit gewinnt die internationale Expansionsstrategie von DroneShield eine weitere operative Komponente, die sich im Laufe des Jahres 2026 konkreter in Aufträgen und Projektvolumina niederschlagen dürfte.

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