DroneShield startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem Kursplus von gut 8 % am ersten Handelstag 2026 bleibt der Titel aber von hoher Unsicherheit geprägt: Ein Rekord-Auftragsbestand trifft auf eine der höchsten Short-Quoten am australischen Markt und einen noch frischen Governance-Vertrauensbruch.

  • Kursplus von 8,12 % am ersten Handelstag 2026
  • Rekord-Auftragsbestand von rund 97,7 Mio. A$
  • Short Interest bei 10,5 %, Top-10 der meistgeshorteten ASX-Werte
  • Governance-Krise nach umfangreichen Insiderverkäufen Ende 2025
  • Aktie 2025 zeitweise +310 %, zwischenzeitlich aber >70 % eingebrochen

Neue Verträge und Rekord-Backlog

Zum Jahresende 2025 meldete DroneShield zwei größere Militäraufträge. Am 30. Dezember gab das Unternehmen einen Vertrag im Umfang von 8,2 Mio. US-Dollar mit einem westlichen Militärkunden bekannt. Geliefert werden tragbare Anti-Drohnen-Systeme sowie Software-Updates.

In derselben Woche folgte ein Auftrag über 6,2 Mio. US-Dollar für einen Militärkunden im asiatisch-pazifischen Raum, abgewickelt über die DroneSentry-C2-Kommandoplattform. Dieser Auftrag ist bereits die 15. Bestellung dieses Resellers innerhalb von zwei Jahren. Das kumulierte Geschäftsvolumen mit diesem Partner übersteigt inzwischen 48 Mio. US-Dollar. Die Hardware-Lieferungen aus den jüngsten Verträgen sind überwiegend für das erste Quartal 2026 vorgesehen.

Auf dieser Basis geht DroneShield mit einem Rekord-Auftragsbestand von rund 97,7 Mio. A$ ins neue Jahr. In diese Summe fließt auch ein europäischer Militärvertrag über 49,6 Mio. US-Dollar ein, der Mitte Dezember angekündigt wurde. Es handelt sich um den größten Einzelauftrag seit der Governance-Kontroverse im November.

Hohe Short-Quote nach Extremschwankungen

Aktuell beträgt der Short Interest der Aktie 10,5 %. Damit zählt DroneShield zu den zehn meistgeshorteten Werten an der Australian Securities Exchange. Die hohe Leerverkaufsquote spiegelt anhaltende Zweifel an der Bewertung nach dem außergewöhnlichen Kursverlauf 2025 wider.

Im vergangenen Jahr legte der Kurs um rund 310 % zu, zeigte dabei aber extreme Schwankungen. Anfang Oktober markierte die Aktie ein Allzeithoch bei 6,60 A$, bevor sie nach erheblichen Insiderverkäufen im November um mehr als 70 % einbrach.

Governance-Maßnahmen nach Insiderverkäufen

Als Reaktion auf den massiven Unmut der Anleger über die Aktienverkäufe des Managements hat DroneShield Ende Dezember verbindliche Mindestaktienbestände für Führungskräfte und Aufsichtsgremien eingeführt.

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Die wesentlichen Punkte der neuen Richtlinie:

  • Der CEO muss innerhalb eines Jahres Aktien im Wert von 200 % seines Jahresgehalts halten
  • Directors müssen innerhalb von drei Jahren Anteile im Umfang ihrer jährlichen Basisvergütung halten
  • Eine unabhängige Überprüfung des Governance-Rahmens wurde abgeschlossen
  • Eine Überprüfung der Vorstandsvergütung ist für Februar 2026 angesetzt

Auslöser waren Verkäufe von CEO Oleg Vornik, Chairman Peter James und Director Jethro Marks zwischen dem 6. und 12. November 2025. Vornik trennte sich von seinem gesamten Aktienpaket und realisierte damit rund 49,5 Mio. A$. James und Marks veräußerten Anteile im Gegenwert von etwa 12,4 Mio. A$ beziehungsweise 4,9 Mio. A$. Insgesamt belief sich das Volumen der Insiderverkäufe damit auf rund 67 Mio. A$.

Technisches Bild: Erholung mit Volatilität

Seit dem Tief Ende November bei 1,72 A$ hat sich die DroneShield-Aktie um etwa 94 % erholt. Der Kurs liegt damit weiterhin deutlich unter dem Oktober-Hoch, zeigt aber seit Ende November einen klaren Aufwärtstrend.

Am 2. Januar zog das Handelsvolumen spürbar an: 17,2 Mio. Aktien wechselten den Besitzer, deutlich über dem 30-Tage-Durchschnitt. Innerhalb der Sitzung schwankte der Kurs um 10,16 %, was die nach wie vor hohe Volatilität unterstreicht.

Die 52-Wochen-Spanne reicht von 0,585 A$ bis 6,705 A$. Diese Bandbreite verdeutlicht die außergewöhnlichen Kursausschläge, die den Handel mit der Aktie 2025 geprägt haben.

Fundamentale Basis und Bewertungsspanne

DroneShield kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 2,9 Mrd. A$. Für das dritte Quartal 2025 meldete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 92,9 Mio. A$, was einem Anstieg um das 11-Fache gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Auf rollierender Zwölfmonatsbasis summiert sich der Umsatz damit auf rund 119 Mio. A$. Die Barmittel betrugen zum Ende des letzten Quartals 202,73 Mio. A$.

Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 4,70 A$ und impliziert damit ein mögliches Aufwärtspotenzial von etwa 40 % gegenüber dem aktuellen Niveau. Gleichzeitig signalisiert die erhöhte Short-Quote, dass die Einschätzungen zur kurzfristigen Kursrichtung weit auseinanderliegen – ein Spannungsfeld, das die Aktie auch in den kommenden Monaten anfällig für starke Bewegungen machen dürfte.

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