Eine optimistische Studie von Bell Potter hat die DroneShield-Aktie heute deutlich nach oben gezogen. Der Broker hebt Kursziel und Gewinnschätzungen an und sieht mehrere konkrete Katalysatoren, vor allem im US-Sicherheitsmarkt. Parallel meldet das Unternehmen Software-Updates und verweist auf eine gut gefüllte Pipeline – reicht das für weiteren Rückenwind im laufenden Jahr?

  • Kursplus heute: rund 7 % auf 4,63 A$
  • Neues Kursziel Bell Potter: 5,00 A$ (zuvor 4,40 A$)
  • Angehobene EPS-Schätzungen für 2025–2027
  • Wichtige Treiber: Safer Skies Act, FIFA-WM 2026, US Public Safety
  • Potenzielle Pipeline: 2,5 Mrd. A$ in den nächsten 3–6 Monaten im Fokus

Höheres Kursziel, angepasste Schätzungen

Bell Potter hat heute seine Kaufempfehlung für DroneShield bestätigt und das Kursziel von 4,40 A$ auf 5,00 A$ angehoben. Die Gewinnschätzungen je Aktie wurden für die Geschäftsjahre 2025 bis 2027 um 4 %, 8 % und 3 % nach oben revidiert.

Die Anpassungen basieren laut Studie unter anderem auf geänderten Annahmen zur verwässerten Aktienzahl, einer höheren Steuerquote und einem beschleunigten Personalaufbau. Besonders ins Gewicht fällt jedoch ein prognostizierter Umsatzanstieg um 5 % für 2026 und 2027, der auf den in den USA verabschiedeten Safer Skies Act zurückgeführt wird.

Bell Potter verweist zudem auf die Bewertung: Auf Basis der geschätzten EV/EBITDA für 2026 sehen die Analysten ein Multiple von 47, was einem Abschlag von 34 % gegenüber einer globalen Vergleichsgruppe im Drohnensektor entsprechen soll. Aus der potenziellen Verkaufspipeline von 2,5 Mrd. A$ erwartet der Broker wesentliche Vertragsabschlüsse innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate, wenn Verteidigungsetats in das Finanzjahr 2026 übergehen.

FIFA-WM 2026 als Wachstumstreiber

Als zentralen Katalysator für 2026 hebt Bell Potter die US Public Safety-Aktivitäten hervor. Besonders im Fokus steht die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika. Laut Studie wurden rund 250 Mio. US-Dollar für US-Bundesstaaten bereitgestellt, die WM-Spiele und „America 250“-Veranstaltungen ausrichten, speziell für Schutzmaßnahmen gegen unbemannte Flugsysteme.

Der Broker macht deutlich, dass er für DroneShield „materielle Aufträge“ aus diesem Umfeld erwartet und formuliert entsprechend hohe Ansprüche an die Auftragseingänge aus dem US-Sicherheitssektor.

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Software-Updates für Q1 2026

Bereits gestern hatte DroneShield neue Softwareversionen für mehrere Plattformen angekündigt. Betroffen sind DroneSentry-C2, DroneSentry-C2 Enterprise und das RfPatrol-Plugin, ergänzt um Firmware-Updates für Erkennungs- und Störsysteme.

Schwerpunkt der Aktualisierungen ist eine verbesserte Interoperabilität der Systeme und eine engere Koordination der Sensoren. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen:

  • erweiterte Unterstützung für Multi-Sensor-Setups
  • Verbesserungen bei der SensorFusion zur Steigerung von Erkennungsgenauigkeit und Tracking-Stabilität, insbesondere bei mobilen Einsätzen

Das RfPatrol-Plugin wurde so erweitert, dass Erkennungs- und Trackingdaten jetzt über TAK-Netzwerke geteilt werden können. Für DroneSentry-C2 meldet das Unternehmen Leistungsverbesserungen wie geringere Latenz, flüssigere Bedienung und vereinfachte Steuerung.

Kursentwicklung seit Jahresbeginn

Seit Jahresanfang hat die DroneShield-Aktie bis einschließlich gestern rund 30 % zugelegt. Am Mittwoch schloss der Titel nach einem schwankungsreichen Handel bei 4,32 A$, in einer Spanne zwischen 4,21 A$ und 4,60 A$. Das Handelsvolumen lag bei 18,8 Mio. Aktien.

Die heutige Aufwärtsbewegung auf 4,63 A$ zur Mitte der Sitzung führt den Kurs wieder in die Nähe der Hochs aus dem Januar.

Ausblick auf 2026

Die nächsten Quartalszahlen sind für den 3. März terminiert. Bell Potter sieht 2026 als Wendepunkt für die globale C-UAS-Industrie und rechnet mit deutlich steigenden Ausgaben vieler Länder für RF-basierte Erkennungs- und Abwehrlösungen.

Zuletzt wurde DroneShield am 15. Januar für das australische Regierungsprojekt LAND 156 C-sUAS Services Standing Offer Panel ausgewählt. Dieses Rahmenwerk eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, Gegendrohnen-Dienstleistungen an rund 150 Militärstandorten zu erbringen. Australien hat dafür über die nächsten zehn Jahre 1,3 Mrd. A$ für entsprechende Fähigkeiten vorgesehen – ein Umfeld, in dem sich die Einschätzungen von Bell Potter in den kommenden Quartalen konkret messen lassen werden.

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