Diginex Aktie: Teure Expansion schockt
Strategisch sinnvoll, aber finanziell schmerzhaft: So lässt sich die aktuelle Lage bei Diginex zusammenfassen. Während das Management durch zwei Übernahmen die Marktposition im ESG-Sektor ausbauen will, fliehen Anleger in Scharen aus dem Titel. Der Grund für den Kursrutsch ist nicht die Strategie selbst, sondern die Art der Finanzierung, die Bestandsaktionäre teuer zu stehen kommt.
- Zwei Übernahmen: Kauf von PlanA.earth und The Remedy Project zur Stärkung der ESG-Plattform.
- Finanzierung: Bezahlung erfolgt fast ausschließlich durch die Ausgabe neuer Aktien.
- Marktreaktion: Zweistelliger Kursverlust durch massive Verwässerungsängste.
Kapitalflut statt Barzahlung
Diginex baut sein Angebot im Bereich CO2-Bilanzierung und Lieferketten-Compliance massiv aus, greift dafür aber tief in die Eigenkapital-Trickkiste. Die Akquisitionen von PlanA.earth (Carbon Accounting) und The Remedy Project (Arbeitsrechte) werden kaum mit Barmitteln, sondern primär mit „gedrucktem Papier“ bezahlt.
Besonders die Übernahme von Plan A verdeutlicht das Ausmaß der Verwässerung (Dilution): Während lediglich 3 Millionen Euro in bar fließen, gibt Diginex über 6,7 Millionen neue Stammaktien aus. Dieses Aktienpaket wurde mit rund 52 Millionen Euro bewertet. Hinzu kommen für die Remedy-Übernahme eine Million sofort fällige Aktien sowie bis zu eine weitere Million Anteile als erfolgsabhängige Earn-out-Komponente.
Für ein Unternehmen der Größenordnung von Diginex bedeutet dies eine drastische Erhöhung der Aktienanzahl. Der Markt wird förmlich mit neuen Papieren geflutet, was den rechnerischen Anteil jedes bestehenden Aktionärs am Unternehmen signifikant verringert.
Synergien spielen keine Rolle
Der Markt ignoriert derzeit die durchaus vorhandene industrielle Logik der Deals. Die Kombination aus automatisierter CO2-Bilanzierung und der Überwachung sozialer Standards könnte Diginex im Hinblick auf das EU-Lieferkettengesetz Wettbewerbsvorteile verschaffen. Doch diese langfristige Perspektive verblasst gegen den akuten Schmerz der Kapitalmaßnahme.
Die Börse straft die Aktie konsequent ab. Nach dem gestrigen zweistelligen Einbruch kämpft der Kurs auch heute mit der Marke von 2,30 Euro. Das sprunghaft angestiegene Handelsvolumen deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren ihre Positionen neu bewerten und kurzfristig orientierte Anleger aussteigen, um weiteren Verlusten durch das Überangebot an Aktien zuvorzukommen.
Bewährungsprobe für das Management
Diginex ist nun in der Bringschuld. Das Unternehmen muss beweisen, dass die teuer erkauften Assets schnell integriert werden und signifikante Erträge liefern, um die Verwässerung zu rechtfertigen. Solange der Markt mit der Absorption der Millionen neuen Aktien beschäftigt ist, bleibt das Aufwärtspotenzial technisch gedeckelt. Eine nachhaltige Bodenbildung ist erst zu erwarten, wenn der Verkaufsdruck der neuen Anteilseigner nachlässt.
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