Die Diginex Aktie reagiert heute mit einem deutlichen Kurssprung auf eine neue strategische Partnerschaft in Brasilien. Eine Rahmenvereinbarung für ein Joint Venture in Mato Grosso sorgt für stark steigende Umsätze im Handel und eine ungewöhnlich hohe Diskrepanz zwischen US- und Europa-Notierung. Im Fokus steht die Frage, ob der Einstieg in den brasilianischen Dekarbonisierungsmarkt das hohe Wachstum der Gesellschaft nachhaltig untermauern kann.

Joint Venture in Mato Grosso

Am Morgen meldete Diginex eine Rahmenvereinbarung für ein Joint Venture mit BGlobal und dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Ziel ist der Aufbau einer digitalen Infrastruktur für ESG-Berichterstattung und Dekarbonisierung in einer der wichtigsten Agrarregionen der Welt.

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Kern des Projekts ist eine Plattform zur Emissionsbilanzierung sowie ein „Digital Green Passport“. Die Pilotphase konzentriert sich auf den Rindfleischsektor, der in Mato Grosso eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielt. Aus Anlegersicht ist vor allem relevant, dass es sich erstmals um eine Kooperation mit einem Bundesstaat handelt, die potenziell eine breite Skalierung ermöglichen könnte.

Marktpotenzial in Brasilien

Die Kursfantasie speist sich aus den genannten Marktdaten für Dekarbonisierung in Brasilien:

  • Marktvolumen 2024: über 43 Milliarden US-Dollar
  • Prognose bis 2030: rund 76,8 Milliarden US-Dollar

Für Diginex eröffnet der Zugang zu diesem Markt grundsätzlich beträchtliches Wachstumspotenzial. Gleichzeitig liegt die Marktkapitalisierung bereits bei rund 272 Millionen US-Dollar (ca. 254 Millionen Euro). Ein Teil der erwarteten Wachstumsstory ist damit im Kurs eingepreist und muss durch konkrete Auftrags- und Umsatzentwicklung aus dem Brasilien-Geschäft erst noch bestätigt werden.

Wachstum stark, Verluste hoch

Die aktuellen Finanzkennzahlen erklären, warum die Aktie so volatil reagiert. Diginex wächst dynamisch, schreibt aber weiterhin deutliche Verluste.

  • Umsatz H1 2025: 2,0 Millionen US-Dollar
  • Umsatzwachstum: +293 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
  • Operativer Verlust (Net Operating Loss) H1 2025: rund 6,0 Millionen US-Dollar

Damit steht ein sehr hohes prozentuales Wachstum einer noch niedrigen absoluten Umsatzbasis und einem klar negativen Ergebnis gegenüber. Der Markt setzt darauf, dass neue Kooperationen wie das Joint Venture in Mato Grosso die Erlöse schnell genug ausweiten, um die Gewinnschwelle zu erreichen, bevor zusätzliche Kapitalmaßnahmen notwendig werden.

Starke Volatilität zwischen den Handelsplätzen

Die heutige Marktreaktion zeigt auffällige Preisunterschiede zwischen den Handelsplätzen:

  • US-Markt (Vortagsschluss NASDAQ): etwa 1,35 US-Dollar
  • Europa (Tradegate heute): in der Spitze bis 1,64 Euro, deutlich über der umgerechneten US-Notiz von rund 1,25 Euro

Der Aufschlag an europäischen Plätzen signalisiert einen ausgeprägten spekulativen Einfluss auf den Handel. Das Handelsvolumen ist sprunghaft angestiegen und erreicht das höchste Niveau seit Wochen. Im vorbörslichen US-Handel deutet sich an, dass dortige Investoren die Nachricht schrittweise einpreisen.

Fazit: Wachstumsstory mit Bewährungsprobe

Die Kursbewegung macht deutlich, wie stark Small Caps auf operative Nachrichten reagieren können. Das Joint Venture in Mato Grosso liefert eine konkrete Wachstumsstory im Dekarbonisierungsmarkt und könnte für 2026 ein wichtiger Treiber werden. Zugleich zeigen die Kennzahlen, dass Diginex noch ein gutes Stück von nachhaltiger Profitabilität entfernt ist. Entscheidend wird sein, ob aus der Rahmenvereinbarung in Brasilien tatsächliche Umsätze und Skaleneffekte entstehen, die den aktuellen Bewertungsaufschlag rechtfertigen.

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