Die Deutsche Telekom startet schwach in die neue Handelswoche. Nach einem bereits schwächeren Freitag gerät die Aktie weiter ins Rutschen. Charttechnische Verkaufssignale, eine enttäuschende Entwicklung bei der US-Tochter T-Mobile US und zugleich deutlich höhere Analysten-Kursziele prallen aktuell aufeinander. Wie stabil ist das Bild noch?

Charttechnik sendet Warnsignal

Mit dem jüngsten Rückgang hat der Kurs eine wichtige kurzfristige Unterstützung unterschritten. Die Aktie fiel unter ihren gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 27,70 Euro – ein Signal, das viele Techniker als Belastungsfaktor werten.

Der Schlusskurs am Freitag lag bei 27,05 Euro. Damit liegt der Titel nur knapp über seinem 52‑Wochen‑Tief von 26,45 Euro und rund ein Viertel unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 35,78 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Minus von gut zehn Prozent, seit Jahresbeginn beträgt das Defizit knapp drei Prozent.

Im Branchenvergleich zeigt sich ebenfalls Schwäche. Während Telekommunikationswerte zuletzt eher moderat nachgaben, verbuchte die Deutsche Telekom auf Wochensicht deutlichere Verluste. Der Abstand zu den längerfristigen Durchschnittslinien von 100 und 200 Tagen (28,15 bzw. 29,88 Euro) unterstreicht den angeschlagenen Trend.

Schwäche der US-Tochter belastet

Ein zentraler Belastungsfaktor kommt aus den USA. Die für Ergebnis und Bewertung des Konzerns besonders wichtige Tochter T-Mobile US verzeichnete am Freitag einen spürbaren Kursrückgang. Die Aktie markierte mit 185,19 US‑Dollar ein neues 52‑Wochen‑Tief und schloss bei 186,22 US‑Dollar rund 2,3 Prozent im Minus.

Die Bedeutung dieser Bewegung ist klar: Das US-Geschäft trägt einen wesentlichen Teil zum Konzerngewinn bei. Entsprechend reagiert der Markt empfindlich, wenn T-Mobile US schwächelt. Die negative Entwicklung dort überträgt sich direkt auf die Stimmung gegenüber der Muttergesellschaft in Europa.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?

Analysten mit klar höherem Kurszielkorridor

Trotz des spürbaren Drucks auf den Kurs bleiben die meisten Analysten deutlich optimistischer als der Markt. Mehrere große Institute sehen den fairen Wert weiterhin klar über dem aktuellen Niveau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Aktueller Schlusskurs: 27,05 Euro
  • Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch: rund –24 %
  • Durchschnittliche Analysten-Kursziele: etwa 36–38 Euro
  • Impliziertes Aufwärtspotenzial: rund 40–48 %
  • Aktienrückkaufprogramm: bis zu 2 Mrd. Euro Volumen, gestartet am 5. Januar 2026
  • Finalzahlen 2025: angekündigt für den 26. Februar 2026

Konkret:

  • Barclays bestätigte am 16. Januar das Rating „Overweight“ mit einem Kursziel von 40,00 Euro. Begründung: Anzeichen für nachlassenden Wettbewerbsdruck im deutschen Markt.
  • UBS bleibt bei „Buy“ und peilt 35,70 Euro an.
  • Bernstein Research sieht den fairen Wert bei 37,00 Euro.

Aus diesen Einschätzungen ergibt sich ausgehend vom aktuellen Kurs ein theoretisches Kurspotenzial von rund 40 bis knapp 50 Prozent. Die deutliche Lücke zwischen Marktpreis und Analystenmodellen ist damit ein zentrales Merkmal der aktuellen Lage.

Strategische Maßnahmen im Hintergrund

Parallel zur schwächeren Kursentwicklung setzt der Konzern operative und finanzielle Weichenstellungen um. Seit dem 5. Januar 2026 läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Bereits in den ersten Januartagen wurden eigene Aktien im Wert von mehreren Millionen Euro erworben, was grundsätzlich stützend auf den Kurs wirken soll.

Zudem nutzte die Deutsche Telekom den Schweizer Kapitalmarkt: Am 15. Januar platzierte das Unternehmen Anleihen und stockte das Volumen wegen hoher Nachfrage auf 480 Millionen Franken auf. Die erfolgreiche Platzierung signalisiert, dass sich der Konzern zu attraktiven Konditionen refinanzieren kann.

Ein weiterer wichtiger Termin rückt näher: Am 26. Februar 2026 will der Konzern die finalen Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorlegen. Dann dürfte sich zeigen, ob die operative Entwicklung – insbesondere im US-Geschäft – die optimistischen Analysten-Kursziele unterfüttert oder ob der derzeit schwächere Kursverlauf ein Vorgriff auf verhaltenere Perspektiven bleibt.

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...