Deutsche Telekom Aktie: Tödliche Ruhezeichen?
Die Bundesnetzagentur plant einen radikalen Schritt: Das klassische Kupfernetz soll abgeschaltet werden – notfalls gegen den Willen der Betreiber. Ab 2030 könnte die Deutsche Telekom in Regionen mit hoher Glasfaser-Abdeckung zur Stilllegung der alten Infrastruktur gezwungen werden. Die Börse reagierte nervös, die Aktie verlor knapp 3 Prozent.
Die Eckpunkte des Behördenkonzepts:
- Abschaltung möglich ab 80% Glasfaser-Versorgung in einer Region
- Vermarktungsstopp für DSL-Verträge 24 Monate vor Stilllegung
- Kunden erhalten drei Jahre Vorlaufzeit
- Bedingung: Wettbewerber müssen Zugang zu Glasfasernetzen erhalten
Enormer Investitionsdruck
Die 80-Prozent-Hürde klingt erst einmal moderat. Doch die Realität ist ernüchternd: Bundesweit liegt die Quote tatsächlich realisierter Glasfaser-Anschlüsse (FTTH) derzeit bei gerade einmal 21 Prozent. Die Telekom steht damit vor einer gigantischen Investitionsaufgabe.
Brisant ist die Koppelung an den Wettbewerb. Die Abschaltung setzt voraus, dass Konkurrenten die neuen Glasfasernetze nutzen können – ein direkter Angriff auf die Marktmacht des Bonner Konzerns. Wettbewerberverbände wie BREKO kritisieren die Pläne bereits als zu konzernfreundlich und fordern strengere Kriterien.
Handelskrieg belastet zusätzlich
Die regulatorischen Sorgen treffen die Aktie in einem schwierigen Marktumfeld. Der DAX fiel auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn und notierte bei rund 24.690 Punkten. Auslöser sind Drohungen der US-Regierung mit drastischen Strafzöllen, etwa 200 Prozent auf französische Weine. Die Angst vor einem umfassenden Handelskrieg schickt europäische Werte auf Talfahrt.
US-Tochter im Fokus
Parallel sorgen Bewegungen bei der wichtigen US-Tochter T-Mobile für Aufmerksamkeit. Die Deutsche Telekom verkaufte in den vergangenen sechs Monaten Aktienpakete im Wert von 1,1 Milliarden Dollar. Gleichzeitig stockten institutionelle Investoren wie die KBC Group ihre Positionen deutlich auf. T-Mobile bleibt die Cash-Cow des Konzerns und zahlt eine Quartalsdividende von 1,02 Dollar. Die nächsten Quartalszahlen im Februar dürften zeigen, ob die US-Sparte den Druck aus Europa kompensieren kann.
Die Kombination aus regulatorischen Eingriffen, schwachem Gesamtmarkt und Unsicherheiten bei der US-Tochter drückt den Kurs aktuell deutlich unter die wichtigen gleitenden Durchschnitte. Politische Entscheidungen in Berlin und Washington diktieren derzeit die Richtung – operative Fortschritte wie der Start des neuen "Branded Calling"-Dienstes verpuffen in diesem Umfeld weitgehend wirkungslos.
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