Deutsche Telekom Aktie: Milliarden-Rückkauf startet
Milliarden für die Kurspflege und Rückendeckung von Analystenseite: Die Nachrichtenlage bei der Deutschen Telekom wirkt auf den ersten Blick bullisch. Dennoch verlor das Papier zum Wochenstart an Boden, während der Gesamtmarkt neue Rekorde feierte. Übersehen Investoren im Rausch der Tech- und Rüstungswerte hier eine fundamentale Chance oder wiegt die Branchenschwäche schwerer?
Die Fakten im Überblick:
* Maßnahme: Start einer neuen Aktienrückkauf-Tranche über bis zu 2 Mrd. Euro
* Analysten-Votum: UBS bestätigt "Buy" mit Kursziel 35,70 Euro
* Kursreaktion: Rückgang auf 27,47 Euro (Montagsschluss)
* Nächster Termin: Q4-Zahlen am 26. Februar 2026
Strategie gegen den Trend
Zum Jahresstart 2026 setzt das Bonner Management ein klares Zeichen der Stärke. Seit dem gestrigen Montag läuft offiziell die neue Tranche des Aktienrückkaufprogramms. Mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro knüpft der Konzern nahtlos an die Strategie des Vorjahres an, in dem bereits rund 1,3 Prozent des Grundkapitals zurückerworben wurden. Diese Maßnahme demonstriert das Vertrauen in den eigenen Free Cashflow, konnte den Aktienkurs kurzfristig jedoch nicht stützen.
Der Titel schloss gestern bei 27,47 Euro und nähert sich damit gefährlich dem 52-Wochen-Tief von 26,45 Euro an. Der Abstand zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 30,09 Euro verläuft, verdeutlicht den mittelfristigen Abwärtstrend, in dem sich die Aktie trotz der fundamentalen Untermauerung befindet.
Analysten sehen das Ende des Preiskriegs
Unterstützung erhält die Telekom von der Schweizer Großbank UBS. Analyst Polo Tang bestätigte seine Kaufempfehlung und sieht mit einem Kursziel von 35,70 Euro ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent.
Tang liefert in seiner aktuellen Studie eine wichtige Einordnung für die operative Entwicklung: Während das Breitbandgeschäft durchwachsen verläuft, scheint der aggressive Preiskampf im Mobilfunksektor seinen Höhepunkt überschritten zu haben. Sollte sich diese Einschätzung bewahrheiten, würde dies den Margendruck auf den Konzern in den kommenden Quartalen spürbar senken.
Dass die Aktie dennoch schwächelt, führen Marktbeobachter auf eine Sektor-Rotation zurück. Investoren schichten Kapital aus defensiven Werten wie der Telekom in zyklische Titel und Rüstungsaktien um, die den DAX auf neue Allzeithochs treiben. Zudem sorgt eine Prüfung des Bundeskartellamts bezüglich einer Beteiligung an einem Verteidigungs-Fonds für leichte regulatorische Unsicherheit.
Blick auf die Zahlen im Februar
Die Diskrepanz zwischen den positiven Unternehmensnachrichten und der Kursentwicklung dürfte sich erst mit harten Fakten auflösen lassen. Der entscheidende Impuls wird am 26. Februar 2026 erwartet, wenn die Telekom ihre Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegt. Anleger werden dann genau prüfen, ob die von der UBS prognostizierte Entspannung im Preiskampf tatsächlich in den Büchern angekommen ist und ob der prognostizierte Gewinn je Aktie von rund 2,00 Euro für 2025 haltbar bleibt. Bis dahin dient das Rückkaufprogramm als wichtiges Auffangnetz in einem für defensive Werte schwierigen Marktumfeld.
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