DeFi Technologies Aktie: Klagewelle droht
DeFi Technologies steht wegen einer deutlichen Kürzung der Umsatzprognose unter zunehmendem Rechtsdruck. Mehrere bekannte Wertpapierklägerkanzleien haben diese Woche Erinnerungsschreiben zur Frist für Lead-Plaintiff-Anmeldungen versandt — die Frist endet am 30. Januar 2026. Welche Auswirkungen hat dieses juristische Overhang auf die Erholungschancen der Aktie?
Hintergrund der Klagen
Die Beschwerden betreffen den Zeitraum 12. Mai bis 14. November 2025 und beziehen sich auf die Q3-Zahlen, die das Unternehmen am 13. November 2025 nach Handelsende veröffentlichte. In der Meldung wurden Umsatzrückgänge von fast 20% berichtet und die Jahresprognose für 2025 von ursprünglich 218,6 Mio. US‑$ auf rund 116,6 Mio. US‑$ gesenkt — ein Rückgang von über 46%. Kläger werfen dem Management vor, Verzögerungen bei der „DeFi Alpha“-Arbitragestrategie sowie verschärften Wettbewerbsdruck von anderen Digital-Asset-Treasury-Anbietern nicht offen gelegt zu haben.
Die jetzt verstärkten Erinnerungen durch mehrere Kanzleien richten den Fokus auf die Anmeldefrist für Lead-Plaintiffs am 30. Januar 2026; diese Entscheidung kann den weiteren Verlauf der Sammelklage in der ersten Jahreshälfte maßgeblich bestimmen.
Operative Lage und Marktreaktion
In einem Jahresendbrief vom 31. Dezember 2025 versuchte das Management, die Aufmerksamkeit auf 2026‑Initiativen zu lenken. Vorstandsvorsitzender Johan Wattenström hob eine gestärkte Bilanz hervor: Im Jahr 2025 seien 100 Mio. US‑$ aufgenommen worden, und per Ende Q3 habe das Unternehmen 165,7 Mio. US‑$ in Bar und digitalen Vermögenswerten gehalten. Zudem hat DeFi Technologies seine Marktpräsenz ausgeweitet — etwa durch die Notierung von Valour‑Solana‑ETPs an der brasilianischen B3 und die Einführung konstant gehebelter Bitcoin‑ und Ethereum‑ETPs in Schweden.
Management und Markt stehen jedoch vor einer „Valuation Gap“, die laut Unternehmensangaben durch die Abweichung der Arbitrage-Performance von internen Prognosen entstanden ist. Dieser Befund bildet den Kern der Klagevorwürfe und überlagert vorerst die Expansionsmeldungen.
- Nächste juristische Frist: 30. Januar 2026 (Lead‑Plaintiff‑Anmeldungen)
- Nächster operativer Katalysator: Jahresabschluss 2025, erwartet am 31. März 2026
- Geplante Produktentwicklung: Standalone‑Launch von „Valour Custody“ im Verlauf von 2026
Technische Kennzahlen (Auswahl)
Die Aktie schloss am Freitag bei 0,75 €. Auf 12 Monate gerechnet liegt der Kurs rund 73% im Minus; der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch beträgt etwa 80%. Der 200‑Tage‑Durchschnitt liegt deutlich über dem aktuellen Kurs, und die 30‑Tage‑Volatilität ist mit rund 146% sehr hoch — Indikatoren für anhaltende Unsicherheit.
Konkreter Ausblick: Die juristische Frist am 30. Januar wird das Tempo der Klagen beruhigen oder verschärfen; die für Ende März erwarteten Jahreszahlen liefern das nächste belastbare Update zur Plausibilität der im November korrigierten Umsatzprognose und zur Skalierbarkeit der Custody‑Sparte. Bestätigt das Unternehmen die revidierten Zielzahlen und zeigt einen glaubhaften Fahrplan für „Valour Custody“, könnte sich der Bewertungsaufschlag langsam reduzieren. Bleiben jedoch offene Fragen zur Arbitrage‑Performance oder setzen Kläger substanzielle Ansprüche durch, dürfte der Rechtsüberhang die Erholung der Aktie über Monate hemmen.
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