DAX: Zurück über 25.000 Punkten
Der deutsche Leitindex hat am Montag deutlich zugelegt und schließt bei 25.014,87 Punkten – ein Plus von 1,19 Prozent. Damit erobert der DAX die psychologisch wichtige 25.000er-Marke zurück, die er in den vergangenen Wochen verloren hatte. Die Erholung, die bereits am Freitag einsetzte, setzt sich damit fort.
Für Rückenwind sorgen gleich mehrere Faktoren: An der Wall Street kletterte der Dow Jones auf ein neues Rekordhoch über 50.000 Punkten, während auch die technologielastigen Nasdaq-Indizes zulegen. Aus Tokio kamen ebenfalls positive Signale – dort sprang der Nikkei kräftig nach oben, nachdem die nationalkonservative Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit ihrer Liberaldemokratischen Partei einen deutlichen Wahlsieg eingefahren hatte.
Commerzbank und SAP führen die Rally an
Innerhalb des DAX zeigten sich klare Gewinner: Die Commerzbank-Aktie schoss um 4,2 Prozent nach oben. Hintergrund sind die ambitionierten Gewinnziele der italienischen UniCredit bis 2030 und angekündigte Milliardenausschüttungen. Die Italiener halten bereits eine hohe Beteiligung an der Commerzbank und gelten nach wie vor als Übernahmekandidat.
SAP legte um 2,2 Prozent zu und setzt damit die Erholung vom jüngsten Tief seit Anfang 2024 fort. Experten sprechen von einer technischen Überreaktion auf die KI-Sorgen, die Software-Aktien zuletzt belastet hatten. Die Befürchtung, Künstliche Intelligenz könnte etablierte Geschäftsmodelle gefährden, scheint überzogen gewesen zu sein.
Auch Rüstungswerte erholten sich nach den jüngsten Gewinnmitnahmen: Rheinmetall gewann 2,8 Prozent. Trotz laufender Waffenstillstandsgespräche in der Ukraine bleiben Analysten bei ihrer Einschätzung, dass Rücksetzer bei Rüstungstiteln Kaufchancen bieten.
Entscheidende Woche steht bevor
Der DAX hatte im Januar bei rund 25.500 Punkten sein bisheriges Allzeithoch markiert. Danach sorgten neue Zoll-Sorgen, geopolitische Spannungen und Bedenken über hohe KI-Investitionen für Gegenwind. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Erholung nachhaltig ist oder nur eine kurze Atempause im Abwärtstrend darstellt.
Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank sieht die entscheidenden Impulse für die weitere DAX-Entwicklung in den USA: Am Mittwoch werden die US-Arbeitsmarktdaten für Januar erwartet, am Freitag folgt der US-Inflationsbericht. Diese Zahlen dürften darüber entscheiden, ob die Käufer am Drücker bleiben oder die Bären zurückschlagen.
Auch aus der Eurozone kamen positive Signale: Der Sentix-Index für das Anlegervertrauen kletterte im Februar auf 4,2 Punkte – der höchste Stand seit Juli 2025. Die Denkfabrik Sentix spricht von einem "Hoffnungsschimmer" und geht davon aus, dass die Rezession im Währungsraum vorbei sein könnte.
Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 0,96 Prozent auf 31.965,87 Zähler. Der EuroStoxx 50 rückte um 1,01 Prozent auf 6.059,01 Punkte vor. Damit zogen die europäischen Börsen am Montag nahezu geschlossen an – ein seltenes Bild der Geschlossenheit, das auf eine verbesserte Risikostimmung hindeutet.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








