DAX: Unter dem Gewicht steigender Ölpreise
Der DAX hat die vergangene Handelswoche mit einem deutlichen Minus beendet — und die Ausgangslage für den Wochenstart ist nicht viel besser. Steigende Ölpreise, neue Zollsorgen und ein technisch angeschlagenes Chartbild belasten den deutschen Leitindex weiter.
Öl und Zölle als Doppelbelastung
Haupttreiber des Freitagsverlusts von 1,54 Prozent war der kräftige Anstieg des Ölpreises, ausgelöst durch neue Versorgungsängste. Für den DAX ist das eine besonders empfindliche Stelle: Steigende Energiekosten treffen die deutsche Industrie direkt in der Marge. BASF etwa geriet unter Druck, weil höhere Rohstoffpreise die Gewinnerwartungen für das laufende Quartal dämpfen. Zusätzlich sorgten Berichte über mögliche neue US-Zölle dafür, dass Erholungsversuche im Tagesverlauf rasch abgewürgt wurden.
Das Handelsvolumen lag spürbar über dem Zehntages-Durchschnitt — ein Hinweis auf institutionelle Verkäufe. Auch Siemens Energy, trotz eines beeindruckenden Jahresplus von über 150 Prozent, blieb von Gewinnmitnahmen nicht verschont.
Technisches Bild trübt sich ein
Charttechnisch hat der DAX mit dem Rutsch unter den 50-Tage-Durchschnitt bei rund 24.271 Punkten ein klares Warnsignal gesendet — der aktuelle Stand von 22.300 Punkten liegt damit mehr als acht Prozent darunter. Auf Jahressicht steht der Index mit fast zehn Prozent im Minus, nachdem das 52-Wochen-Hoch von 25.420 Punkten im Januar noch in greifbarer Nähe schien.
Bemerkenswert ist der RSI-Wert von 82,3 — technisch ein überkauftes Niveau, das im Widerspruch zur schwachen Kursentwicklung steht und auf eine kurzfristig überdehnte Marktsituation hinweist.
Für den Wochenstart rücken die Veröffentlichung der europäischen Verbraucherpreisdaten sowie mögliche Signale aus Japan in den Blick. Solange der Ölpreis erhöht bleibt und die Zollunsicherheit anhält, dürfte der Index wenig Spielraum für eine nachhaltige Erholung finden.
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