Der Iran-Krieg hält die Märkte weiter in Atem — und trotzdem zeigt sich der DAX heute Dienstag erstaunlich resilient. Während Brent-Öl die Marke von 100 Dollar hält und die Konjunktursorgen hochkochen, dreht der deutsche Leitindex ins Plus. Rund 23.630 Punkte zur Mittagszeit, ein kleines Plus von 0,3 Prozent. Kein Durchbruch, aber auch kein Einbruch.

Zwölf Handelstage nach dem Militärschlag der USA und Israels gegen den Iran hat sich an den Märkten eine merkwürdige Ruhe eingestellt. Handelsumsätze bleiben gering. Die meisten Anleger warten ab — in der Hoffnung, dass der Konflikt sich nicht weiter ausweitet. Wer aktuell kauft oder verkauft, tut es mit wenig Überzeugung.

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Energie zieht, Rüstung gibt nach

Klare Gewinner des Tages sind die Versorger. RWE legt rund 1,8 Prozent zu, Eon sogar knapp 2,8 Prozent — beide führen die DAX-Rangliste an. Logisch: Hohe Energiepreise kommen Energieunternehmen direkt zugute. Brent kostete zur Mittagszeit über 103 Dollar je Barrel, ein Plus von rund 3 Prozent gegenüber dem Vortag. Das Hoch lag noch vor einer Woche bei knapp 120 Dollar — dem höchsten Stand seit 2022.

Auf der anderen Seite gibt Rheinmetall nach einer kräftigen Erholung der Vortage heute rund 2,3 Prozent nach und landet am DAX-Ende. Auch Deutsche Bank und Scout24 gehören zu den Verlierern des Tages.

ZEW-Einbruch ohne Überraschung

Der ZEW-Index — ein viel beachtetes Barometer für die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten — ist heute eingebrochen. Überraschend war das niemanden. Der Iran-Krieg und der damit verbundene Ölpreisschock seien in den Zahlen klar ablesbar, heißt es aus Analystenkreisen. Besondere Aufmerksamkeit dürfte nun dem Ifo-Geschäftsklimaindex nächste Woche gelten — er wird ein weiterer Gradmesser für die wirtschaftlichen Folgeschäden sein.

Dazu rücken die großen Notenbanken ins Blickfeld. Die US-Notenbank Fed entscheidet morgen über ihren Leitzins, die EZB folgt am Donnerstag. Kurzfristige Änderungen gelten als unwahrscheinlich — aber die Marktteilnehmer erhoffen sich klare Signale darüber, wohin die Zinsen in den kommenden Monaten steuern. Steigende Leitzinsen in der Eurozone, ausbleibende Senkungen in den USA — so lautet die aktuelle Markterwartung. Ob Fed und EZB diese These bestätigen, wird die Stimmung in den nächsten Tagen maßgeblich prägen.

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