Der deutsche Leitindex tritt am Freitag auf der Stelle. Nach einem kurzen Ausflug über 25.070 Punkte pendelt der DAX nun um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Zählern. Die Handelsspanne bleibt dabei eng – Anleger halten sich vor dem Wochenende spürbar zurück.

Verantwortlich für die Vorsicht ist vor allem die angespannte geopolitische Lage. Die Bedrohung eines möglichen US-Militärschlags gegen den Iran schwebt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Zwar laufen die Verhandlungen um Irans Atomprogramm weiter, doch US-Präsident Trump setzt eine enge Frist: Maximal 10 bis 15 Tage soll ein Deal stehen. Was passiert, wenn nicht, lässt er bewusst offen.

Ölpreis reagiert nervös

Die Unsicherheit macht sich bereits an anderen Märkten bemerkbar. Der Ölpreis zieht spürbar an – ein klassisches Zeichen dafür, dass Investoren mit möglichen Versorgungsengpässen rechnen. Für den DAX bedeutet das: Die Luft nach oben wird dünner, solange diese Unwägbarkeit nicht vom Tisch ist.

Dabei wäre der Weg technisch frei. Am Mittwoch hatte der Index noch 25.315 Punkte erreicht, die Unterstützung bei 25.000 Punkten hielt gestern trotz Korrektur. Das Rekordhoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt damit theoretisch wieder in Reichweite. Doch die Marktteilnehmer scheinen nicht gewillt, vor dem Wochenende größere Wetten einzugehen.

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Konjunkturdaten liefern wenig Impulse

Die deutschen Erzeugerpreise fielen im Januar stärker als erwartet und entlasten damit Wirtschaft und Verbraucher beim Preisdruck. Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke auf die europäischen Einkaufsmanagerindizes – die Helaba-Experten erwarten hier leichte Verbesserungen.

Aus den USA kommen am Nachmittag gleich mehrere wichtige Datenpunkte: Die erste Schätzung zum BIP-Wachstum im vierten Quartal, der PCE-Kernpreisindex für Dezember sowie das Konsumklima der Universität Michigan. Bei einem annualisierten BIP-Wachstum von rund 3 Prozent dürften sich die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed weiter reduzieren.

Der MDAX zeigt sich mit einem Plus von 0,24 Prozent auf 31.554 Punkte etwas stabiler als sein großer Bruder. Der EuroStoxx 50 verharrt derweil knapp unter seinem eigenen Rekord von 6.107 Punkten bei 6.062 Zählern.

Bleibt die Frage: Nimmt der DAX die 25.000 mit ins Wochenende? Die Antwort dürfte davon abhängen, ob aus dem Iran-Konflikt noch überraschende Nachrichten kommen.

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