DAX: Iran-Eskalation zieht runter
Der DAX hat in der vergangenen Handelswoche einen seiner heftigsten Rückschläge seit Langem erlebt. Fast 7 Prozent Minus – und zum Wochenschluss rutschte der Index unter die 200-Tage-Linie bei rund 23.350 Punkten. Diese technisch wichtige Marke gilt vielen Anlegern als Orientierungspunkt für den mittelfristigen Trend. Ihr Verlust ist ein deutliches Warnsignal.
Verantwortlich für den Absturz ist vor allem die Eskalation im Nahen Osten. Der Iran-Konflikt sorgt für massive Unsicherheit an den Märkten. Niemand weiß, wie lange die Spannungen anhalten und welche wirtschaftlichen Folgen drohen. Besonders die Straße von Hormus steht im Fokus: Sollte diese wichtige Öltransportroute längere Zeit blockiert sein, würden die Energiepreise stark steigen – mit direkten Auswirkungen auf die Inflation in Europa.
Energiepreise belasten deutsche Wirtschaft
Deutschland steht bei steigenden Energiekosten besonders schlecht da. Schon jetzt klettern die Spritpreise an den Tankstellen deutlich – Diesel und Benzin verteuern sich rasant. Ökonomen wie Johannes Schwanitz warnen, dass Mineralölkonzerne ihre Gewinnmargen massiv ausweiten, ähnlich wie schon 2022 nach Russlands Angriff auf die Ukraine. Die höheren Einkaufskosten für Rohöl rechtfertigen die Preissprünge an den Zapfsäulen nur teilweise.
Auch die Landwirtschaft leidet. Bauernpräsident Joachim Rukwied spricht von "schmerzhaften" Kostensteigerungen bei Diesel und Dünger, gerade zur Frühjahrsbestellung im März 2026. Die Politik reagiert zögerlich: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kündigte zwar Prüfungen durch das Kartellamt an, Branchenvertreter halten das aber für wirkungslos.
Historisches Muster gibt Hoffnung
Anleger blicken nun nervös auf die kommenden Wochen. Historisch gesehen verlaufen US-Zwischenwahljahre an den Börsen oft schwierig: Nach einer seitwärts laufenden Phase im ersten Quartal folgt meist ein Rückgang bis in den Spätsommer. Erst im Schlussquartal beginnt statistisch die stärkste Phase des Jahres.
Bernecker-Experten sehen in der aktuellen Panik vor allem "viel Aufregung, aber wenig Substanz". Die militärische Übermacht der USA an der Küste sei entscheidend – eine längere Sperrung der Straße von Hormus erscheint unwahrscheinlich. Auch der Goldpreis reagierte überraschend ruhig, die Spitze von 5.600 Dollar vor einigen Wochen wurde nicht überschritten.
Der DAX steht jetzt an einem Scheideweg. Gelingt die Rückeroberung der 200-Tage-Linie, könnte sich die Lage entspannen. Bleibt der Index jedoch darunter, droht weiteres Abwärtspotenzial. Die kommenden Quartalszahlen von Schwergewichten wie Volkswagen, BMW und Porsche werden zeigen, wie gut deutsche Unternehmen durch die unsichere Phase kommen.
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