DAX: Handelsschock am Wochenende
Die Börsenwoche endete ruhig – doch dann traf es den DAX eiskalt: US-Präsident Donald Trump kündigte am Samstagabend Zölle von 10 Prozent gegen Deutschland und weitere EU-Länder an. Der Auslöser? Die USA können Grönland nicht kaufen. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Im außerbörslichen Handel brach der Index um rund 300 Punkte ein.
Die wichtigsten Fakten:
- DAX-Schlusskurs Freitag: 25.297 Punkte (-0,22%)
- Weekend-Indikation: Rund 25.055 Punkte
- Kursverlust außerbörslich: Etwa 300 Punkte
- US-Börsen am Montag geschlossen (Martin Luther King Day)
- Kritische Unterstützung: 25.000 Punkte
Von Rekordjagd zu Zollangst
Am Dienstag markierte der DAX noch ein neues Allzeithoch bei 25.507 Punkten. Die Stimmung war optimistisch, die Jahresperformance mit über 3 Prozent im Plus. Dann kam der Schock aus Washington: Ab Februar sollen 10 Prozent Zölle greifen, ab Juni gar 25 Prozent – falls die EU nicht einlenkt.
Die Ankündigung trifft den exportorientierten deutschen Leitindex ins Mark. Chemie- und Autowerte, ohnehin schon unter Druck, dürften zum Wochenstart besonders leiden. BASF verlor am Freitag bereits 3,7 Prozent, Brenntag 4 Prozent. Diese Schwäche war ein Vorbote.
Einzelwerte: Zwischen Übernahmefieber und Sektorpanik
Nicht alle Nachrichten waren negativ. Klöckner & Co schoss am Freitag um 28,2 Prozent auf 11,04 Euro hoch. Der US-Konzern Worthington Steel bietet 11 Euro je Aktie. Der Großaktionär Friedhelm Loh steht hinter dem Deal, was die Erfolgschancen erhöht.
Siemens Energy setzte seine Erfolgsserie fort und legte 6,3 Prozent zu. Zusammen mit Heidelberg Materials gehört der Energietechnikkonzern zu den wenigen DAX-Werten auf Rekordjagd. Auch Versorger wie RWE profitierten von der Rotation in defensive Titel.
Die 25.000er Marke entscheidet
Technisch steht der DAX vor einer Bewährungsprobe. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten ist jetzt die letzte Verteidigungslinie. Die Weekend-Indikation bei 25.055 Punkten zeigt: Der Markt testet bereits dieses Niveau.
Ein Bruch könnte eine Korrektur bis 24.800 Punkte auslösen. Das Rekordhoch bei 25.507 Punkten rückt in weite Ferne. Sollte sich die erste Panik legen, könnte der Freitagsschluss bei 25.300 Punkten als Gap-Close-Ziel dienen.
Turbulenter Wochenstart programmiert
Der Montag wird zur Zerreißprobe. Erschwerend kommt hinzu: Die US-Börsen bleiben wegen eines Feiertags geschlossen. Ohne Wall Street fehlen Liquidität und richtungsweisende Impulse. Das kann die Kursausschläge in Europa verstärken.
Entscheidend sind nun die Reaktionen aus Brüssel und Berlin. Eine EU-Krisensitzung ist anberaumt. Jede Deeskalation könnte eine schnelle Erholung auslösen. Bleibt Trump bei seiner harten Linie, droht der Rutsch unter 25.000 Punkte. Der erste echte Stresstest für den DAX-Aufwärtstrend des Jahres 2026 hat begonnen.
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