DAX: Allzeithoch wieder in Reichweite
Der deutsche Leitindex hat am Mittwoch ein starkes Lebenszeichen gesendet. Mit einem Plus von 1,12 Prozent auf 25.278 Punkte durchbrach der DAX nicht nur die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, sondern kletterte auch auf den höchsten Stand seit Mitte Januar. Die 25.000er-Marke hatte sich in den vergangenen Wochen als hartnäckiger Widerstand erwiesen – nun scheint dieser geknackt.
Nach dem Rekordhoch von knapp 25.508 Punkten Anfang Januar war der Index bis Ende des Monats auf ein Jahrestief von 24.266 Zählern gefallen. Geopolitische Spannungen, Unsicherheit über den Zinspfad und Sorgen um KI-bedingte Disruptionen hatten die Stimmung belastet. Doch die Erholung nimmt nun Fahrt auf.
Technisches Bild deutlich verbessert
"Mit dem Sprung über das Hoch aus der Vorwoche bei knapp 25.250 Zählern hat sich das technische Bild im DAX wieder deutlich verbessert", konstatiert Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Sollte dieses Niveau in den kommenden Tagen halten, rücke auch das Allzeithoch wieder in greifbare Nähe. Martin Utschneider von Robomarkets sieht den Index mittelfristig zwar weiter in einer Konsolidierung, die langfristige Tendenz zeige jedoch einen intakten Aufwärtstrend.
Besonders stark gefragt waren Rüstungswerte. Rheinmetall führte den DAX mit einem Kurssprung von 5,1 Prozent an. Auch Heidelberg Materials (plus 4,6 Prozent) und Siemens (plus 3,8 Prozent) gehörten zu den Tagesgewinnern. Infineon profitierte von starken Zahlen des US-Halbleiterherstellers Analog Devices und legte um 3,4 Prozent zu. Der MDAX folgte mit einem Plus von 0,95 Prozent auf 31.742 Punkte.
Chemiewerte unter Druck
Auf der Verliererseite dominierten Chemietitel. Bayer stürzte um gut 7 Prozent ab, nachdem die Aktie am Vortag noch über 7 Prozent zugelegt hatte. Auslöser war ein Milliardenvergleich in den USA zu Glyphosat-Klagen – ein Schritt, den Anleger zunächst positiv aufgenommen hatten. Die DZ Bank stufte die Aktie jedoch von "Kaufen" auf "Verkaufen" ab und bezeichnete den Vergleich als "teuer erkauften Schritt zu mehr Planungssicherheit". Brenntag verlor 4,7 Prozent nach enttäuschenden Quartalszahlen des niederländischen Konkurrenten IMCD.
Unterstützung erhielt der DAX am Nachmittag durch anziehende US-Börsen. Daten zu Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter und zum Immobilienmarkt fielen besser aus als erwartet – auch wenn dies etwas Zinssenkungsfantasie aus dem Markt nahm.
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