Daimler Truck setzt auf einen neuen Partner in Asien: Gemeinsam mit dem taiwanesischen Technologiegiganten Foxconn gründet die Tochter Fuso ein Joint Venture zur Produktion emissionsfreier Busse in Japan. Die Nachricht kommt zu einer Zeit, in der der Konzern im nordamerikanischen Kerngeschäft mit Absatzrückgängen zu kämpfen hat. Kann die Elektrifizierungsstrategie im asiatischen Bus-Markt neue Wachstumsimpulse liefern?

Die wichtigsten Fakten:
- Joint Venture zwischen Fuso und Foxconn startet in der zweiten Jahreshälfte 2026
- Produktion emissionsfreier Busse im bestehenden Fuso-Werk in Toyama, Japan
- Vertrieb unter dem Markennamen Fuso zunächst für den japanischen Markt
- Leitung durch Katsuto Kora, bisheriger Leiter der Fuso-Bus-Sparte
- Standort des neuen Unternehmens: Kawasaki, Japan

Technologie trifft Tradition

Die Konstellation ist strategisch durchdacht: Während Fuso jahrzehntelange Erfahrung im Bus-Bau mitbringt, steuert Foxconn seine Expertise in Batterietechnologie, Elektronik und skalierbaren Fertigungsstrukturen bei. Das Gemeinschaftsunternehmen wird als eigenständiger Hersteller agieren und kombiniert damit die etablierten Vertriebskanäle von Daimler Truck mit der Flexibilität eines Tech-Konzerns.

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Die Produktion im japanischen Toyama-Werk sichert die Nähe zum Zielmarkt und ermöglicht eine schnelle Anpassung an lokale Anforderungen. Der japanische Markt für öffentlichen Nahverkehr gilt als attraktiv für emissionsfreie Lösungen, da die Regierung den Umstieg auf klimafreundliche Transportmittel massiv fördert.

Gegenbewegung zu schwächelndem US-Geschäft

Der Zeitpunkt der Ankündigung ist bemerkenswert. Erst Mitte Januar berichtete Daimler Truck von rückläufigen Absatzzahlen im wichtigen nordamerikanischen Lkw-Geschäft für das vierte Quartal 2025. Die Partnerschaft mit Foxconn signalisiert eine bewusste Diversifizierung: Weg von der starken Abhängigkeit traditioneller Lkw-Märkte, hin zu zukunftsorientierten Segmenten in wachstumsstarken Regionen.

Die Aktie bewegte sich zuletzt zwischen technischen Marken. Mit einem Schlusskurs von 41,34 Euro am Freitag notiert sie deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 38,21 Euro, bleibt aber rund 7 Prozent unter dem im Juli erreichten 52-Wochen-Hoch von 44,39 Euro.

Jahrespressekonferenz als nächster Gradmesser

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die Jahrespressekonferenz am 12. März sein. Dort wird Daimler Truck die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen und konkrete Aussagen zur finanziellen Dimension der Elektrobus-Strategie treffen müssen. Anleger erwarten Klarheit darüber, wie schnell das neue Joint Venture zu den Konzernzielen beitragen kann und welche Investitionen dafür erforderlich sind. Die Mehrheit der Analysten empfiehlt die Aktie zum Halten oder Kaufen, zeigt sich in den Kurszielen aber uneinheitlich.

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