D-Wave Quantum schloss eine ereignisreiche Woche ab: Die Forscher des Unternehmens präsentierten beim Global Physics Summit der American Physical Society in Denver ihre neuesten Fortschritte — zeitgleich sorgten mehrere SEC-Meldungen über Insider-Transaktionen für Aufmerksamkeit. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass die Verkäufe weniger aussagekräftig sind, als sie auf den ersten Blick wirken.

Was hinter den Insider-Verkäufen steckt

CFO John Markovich verkaufte am 13. März 10.706 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 17,63 US-Dollar. Der entscheidende Kontext: Es handelte sich nicht um einen freiwilligen Verkauf, sondern um eine vom Unternehmen angeordnete „Sell-to-Cover"-Transaktion zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten beim Vesting von Restricted Stock Units. Nach dem Verkauf hält Markovich noch 1.451.427 Aktien — inklusive 469.645 noch nicht vesteter Einheiten. Auch Chefjustiziarin Diane Nguyen trennte sich aus demselben Grund von 2.532 Aktien.

Boardmitglied Rohit Ghai verkaufte am 16. März 10.000 Aktien zu 17,62 US-Dollar — allerdings auf Basis eines bereits im Juni 2025 aufgesetzten 10b5-1-Plans. Solche Pläne werden Monate im Voraus festgelegt und automatisch ausgeführt, unabhängig von der aktuellen Unternehmenslage. Ghai hält nach dem Verkauf noch 27.778 Aktien.

Starkes Jahreswachstum, schwaches Quartal

Die Fundamentaldaten liefern ein gemischtes Bild. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete D-Wave einen Umsatz von 24,6 Millionen US-Dollar — ein Anstieg von 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der GAAP-Bruttogewinn kletterte sogar um 265 Prozent auf 20,3 Millionen US-Dollar. Das vierte Quartal enttäuschte hingegen: Der Umsatz von 2,75 Millionen US-Dollar verfehlte die Analystenerwartungen, der Verlust je Aktie lag bei -0,09 US-Dollar statt der prognostizierten -0,06 US-Dollar. Steigende Verluste und rückläufige Auftragseingänge nähren Bedenken über den kurzfristigen Wachstumspfad — zumal der Wettbewerb durch größere Anbieter wie IBM zunimmt.

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Strategisch baut D-Wave seinen Footprint aus. Die Partnerschaft mit Anduril und Davidson für quantenklassische Hybridanwendungen in der US-Raketenabwehr zeigte im Proof-of-Concept eine mindestens zehnfach schnellere Lösungszeit und eine um 9 bis 12 Prozent verbesserte Bedrohungsabwehr. Zudem treibt die geplante Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar — bestehend aus 300 Millionen in D-Wave-Aktien und 250 Millionen in bar — den Aufbau einer Gate-Modell-Plattform voran, die noch 2026 starten soll.

Analysten optimistisch, Kurs unter Druck

Die 15 Analysten, die D-Wave Quantum abdecken, vergeben mehrheitlich ein „Strong Buy"-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von 32,53 US-Dollar — das höchste Ziel liegt bei 45, das niedrigste bei 12 US-Dollar. Dieser Optimismus steht im klaren Widerspruch zur jüngsten Kursentwicklung: Die Aktie verlor in sieben der vergangenen zehn Handelstage und notiert rund 14,7 Prozent unter dem Niveau vor zehn Tagen. Am Donnerstag schloss sie bei 16,07 US-Dollar.

Den nächsten konkreten Impuls liefert der Quartalsbericht am 20. Mai 2026 — dann wird sich zeigen, ob das Jahresziel der Analysten mehr als Überzeugung braucht.

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