D-Wave Quantum Aktie: Erweiterte Strategie
D-Wave stellt seine Technologieplattform breiter auf. Mit der Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen US-Dollar will das Unternehmen neben dem bestehenden Annealing-Geschäft künftig auch im Bereich der fehlertoleranten Gate-basierten Quantencomputer mitspielen. Wie stark verändert dieser Schritt die Ausgangslage für D-Wave?
- Kaufpreis: 550 Mio. US-Dollar (300 Mio. in Aktien, 250 Mio. in bar)
- Einstieg in error-korrigierte Gate-Model-Systeme
- Erster kommerzieller Dual-Rail-Gate-Computer bis Ende 2026 angepeilt
- Analysten-Kursziel von 40 US-Dollar bestätigt (rund 28 % Aufwärtspotenzial)
Deal-Struktur und Technologie-Fokus
D-Wave gab heute eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Quantum Circuits Inc. (QCI) bekannt. Der Kaufpreis von 550 Millionen US-Dollar setzt sich aus 300 Millionen US-Dollar in D-Wave-Stammaktien und 250 Millionen US-Dollar in bar zusammen. Die Aktienkomponente basiert auf einem 10-Tage-VWAP mit einer Preisspanne zwischen 22,30 und 39,03 US-Dollar je Anteilsschein.
Mit QCI sichert sich D-Wave den Einstieg in die Gate-Model-Architektur und verfolgt damit eine Dual-Plattform-Strategie:
- Annealing für Optimierungsprobleme
- Gate-Model-Systeme für breitere, komplexe Anwendungen
Quantum Circuits, ein Spin-off der Yale University mit Sitz in New Haven, bringt proprietäre „Dual-Rail“-Qubit-Technologie mit, bei der Fehlersignale direkt auf Hardware-Ebene erkannt werden. Damit adressiert D-Wave eine zentrale Kritik, bislang zu einseitig auf Annealing fokussiert zu sein.
Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Januar erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen, darunter die HSR-Prüfung sowie NYSE-Anforderungen.
Integration und technischer Fahrplan
Operativ soll QCI eng eingebunden werden. In New Haven entsteht ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, das von QCI-Mitgründer und Yale-Physiker Dr. Rob Schoelkopf geleitet wird.
Parallel zur M&A-Meldung hat D-Wave einen technologischen Meilenstein gemeldet: Am 6. Januar präsentierte das Unternehmen einen industrieweiten „First“ im Bereich skalierbarer On-Chip-Kryo-Steuerung für Gate-Model-Qubits. Die Kombination dieser Steuerungsinfrastruktur mit den error-korrigierten Qubits von QCI soll die Entwicklung eines marktfähigen Gate-Model-Systems beschleunigen.
Das Management verfolgt einen klaren Zeitplan: Bis Ende 2026 soll das erste kommerzielle Dual-Rail-Gate-Model-System ausgeliefert werden.
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Marktreaktion, Analysten und Finanzrahmen
Die Börse honorierte die Expansionspläne, die Aktie notierte heute im Bereich von rund 30,30 US-Dollar und damit nahe dem oberen Ende der 52-Wochen-Spanne von 3,74 bis 46,75 US-Dollar. Die Zone um 30 US-Dollar fungiert nach der Nachricht als wichtige psychologische Marke.
Rosenblatt Securities bestätigte heute sein „Buy“-Rating und ein Kursziel von 40 US-Dollar. Vom aktuellen Kursniveau entspricht dies einem möglichen Aufschlag von etwa 28 Prozent. Insgesamt liegt der Konsens im Analystenlager bei „Strong Buy“. Positiv hervorgehoben wird, dass D-Wave sein adressierbares Marktvolumen durch den Einstieg in Gate-Model-Systeme deutlich verbreitert.
Die Finanzperspektive bleibt dennoch ein zentraler Punkt. Im jüngsten dritten Quartal (per 30. September) erzielte D-Wave einen Umsatz von 3,74 Millionen US-Dollar, ein Plus von 105,6 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig fiel nach GAAP ein Nettoverlust von rund 140 Millionen US-Dollar an. Die Bar-Komponente des Deals von 250 Millionen US-Dollar stellt damit einen substanziellen Kapitaleinsatz dar und unterstreicht den Anspruch, aus der Kombination beider Technologien Synergien zu heben.
Einordnung im Markt und Ausblick
Mit dem Kauf von QCI setzt D-Wave auf Konsolidierung in einem noch jungen, aber bereits hoch bewerteten Segment. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei rund 10,61 Milliarden US-Dollar. Durch die Bündelung von Annealing- und Gate-Model-Technologie will D-Wave als Full-Stack-Anbieter auftreten – von Logistik- und Optimierungsaufgaben bis hin zu anspruchsvollen Material- und Simulationsanwendungen.
Gleichzeitig rückt D-Wave damit stärker in das Wettbewerbsfeld großer Technologiekonzerne vor, die ebenfalls auf supraleitende Gate-Model-Systeme setzen. Die von QCI eingebrachte Dual-Rail-Architektur könnte dabei einen alternativen Weg zur Fehlertoleranz eröffnen, die weiterhin als zentrale Hürde für den breiten Einsatz von Quantencomputern gilt.
Kurzfristig stehen nun der Vollzug der Transaktion in den kommenden Wochen sowie die Integration des QCI-Teams und der Aufbau des Standorts New Haven im Fokus. Der nächste konkrete Katalysator ist die Qubits-2026-Konferenz am 27. Januar, auf der D-Wave einen detaillierten Fahrplan für die kombinierte Plattform präsentieren will.
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