D-Wave Quantum Aktie: Akquisition belastet
D-Wave Quantum meldet den Abschluss einer strategisch wichtigen Übernahme – doch an der Börse überwiegen zunächst die Bedenken. Die Akquisition von Quantum Circuits Inc. soll die technologische Position stärken, gleichzeitig rücken Kapitalmaßnahmen und Verwässerungsrisiken in den Vordergrund.
Anleger reagieren verhalten: In den USA notiert die Aktie heute leicht im Minus, nachdem sie gestern deutlich nachgegeben hatte. In Europa fiel die Reaktion noch spürbarer aus.
Kursreaktion und aktuelle Kennzahlen
In New York wird die D-Wave-Quantum-Aktie heute bei rund 26,90 US-Dollar gehandelt. Das entspricht einem leichten Rückgang von etwa 0,2 % bis 0,5 % im Tagesverlauf, nach einem deutlicheren Minus von 6,21 % am Vortag.
Auf europäischen Handelsplätzen wie Tradegate verlor der Titel heute über 3,9 % auf etwa 22,18 Euro. Marktteilnehmer stellen den langfristigen technologischen Nutzen der Transaktion den kurzfristigen finanziellen Effekten gegenüber.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- Aktueller Trend: Konsolidierung nach einem Rückgang von 6,21 % am Dienstag
- Marktkapitalisierung: Rund 9,08 Milliarden US-Dollar
- Handelsvolumen: 40,78 Millionen Aktien (über dem Durchschnitt von 39,81 Millionen)
- 52-Wochen-Spanne: 4,45 US-Dollar bis 46,75 US-Dollar
- Analystenbild: 14 von 14 Analysten mit Kaufempfehlung
Strategische Übernahme von Quantum Circuits
Auslöser der aktuellen Bewegung ist die bestätigte Übernahme von Quantum Circuits Inc., deren Vollzug D-Wave heute bekanntgegeben hat. Mit dem Abschluss der Transaktion positioniert sich das Unternehmen als erster Anbieter, der sowohl annealing- als auch gate-basierte Quantencomputing-Systeme aus einer Hand anbietet.
Kern der Akquisition ist der Zugang zu der proprietären Dual-Rail-Qubit-Technologie von Quantum Circuits. Diese zielt auf eine vereinfachte Fehlerkorrektur ab – ein zentrales Hindernis auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung von Quantencomputern.
Das Management plant, diese Technologie zu integrieren, um den Zeitplan für ein erstes fehlerkorrigiertes gate-basiertes System zu beschleunigen. Die Einführung eines solchen Systems ist im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen.
Kapitalmaßnahmen und Verwässerungssorgen
Technologisch steckt hinter dem Deal ein klarer Ausbauplan – finanziell drückt die Struktur der Transaktion jedoch kurzfristig auf den Kurs. Der Kaufpreis liegt bei rund 250 Millionen US-Dollar in bar, ergänzt um Aktienkomponenten.
Wesentlich für die aktuelle Stimmung ist zudem eine Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC: D-Wave hat einen Prospektnachtrag für den möglichen Wiederverkauf von etwa 10,4 Millionen Aktien eingereicht. Diese Art von „Shelf Registration“ signalisiert dem Markt, dass bestehende Aktionäre oder das Unternehmen selbst in Zukunft Anteile verkaufen könnten.
Die daraus resultierende Aussicht auf eine erhöhte Aktienanzahl und potenzielle Verwässerung gilt derzeit als Hauptgrund für die risikoscheue Haltung vieler kurzfristig orientierter Marktteilnehmer.
Geschäftsentwicklung und Analystensicht
Trotz des jüngsten Kursdrucks lässt sich in den aktuellen Zahlen ein dynamischer Wachstumspfad erkennen. Im dritten Quartal 2025 erzielte D-Wave Erlöse von 3,74 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer Verdopplung (+100 %) im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Operativ schreibt das Unternehmen jedoch weiterhin Verluste. Der Quartalsverlust je Aktie (EPS) lag bei -0,41 US-Dollar.
Analysten bleiben vor diesem Hintergrund optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel der 14 beobachtenden Analysten beträgt rund 40,23 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht das einem Aufwärtspotenzial von mehr als 48 %. Die Differenz zwischen der zurückhaltenden kurzfristigen Kursreaktion und dem positiven Analystenbild legt nahe, dass institutionelle Beobachter die Integration von Quantum Circuits mittelfristig als wertsteigernd einschätzen – vorausgesetzt, D-Wave kann seinen Mittelabfluss und die Integrationsrisiken kontrollieren.
Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen, die für April 2026 erwartet werden. Dann dürfte der Markt erste Hinweise darauf erhalten, wie sich die Übernahme finanziell auswirkt und wie schnell D-Wave bei der Umsetzung der technischen Roadmap für das neue gate-basierte System vorankommt.
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