Es ist vorbei. Der Tübinger mRNA-Pionier CureVac ist Geschichte an der Börse. Nach der Übernahme durch den Mainzer Rivalen BioNTech wurde der Handel endgültig eingestellt. Für Anleger endet damit eine langjährige Wette auf die mRNA-Technologie, während BioNTech seine Position im Kampf gegen Krebs durch die Integration weiter ausbaut.

Die Details zur Übernahme

Am 16. Januar verschwand das Kürzel von der Nasdaq. Vorausgegangen war ein erfolgreiches Umtauschangebot, das BioNTech am 18. Dezember 2025 abschloss. Dabei sicherten sich die Mainzer rund 86,75 Prozent aller ausstehenden Aktien.

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Die verbliebenen freien Aktionäre wurden anschließend per Squeeze-out-Verfahren herausgedrängt, das am 6. Januar finalisiert wurde. Im Rahmen der rechtlichen Umstrukturierung verschmolz die bisherige CureVac N.V. auf eine neue Gesellschaft, wodurch keine öffentlichen Anteile mehr existieren. Ehemalige CureVac-Aktionäre, die das Angebot annahmen, halten nun BioNTech-Papiere.

Strategische Hintergründe

Für BioNTech ist der Zukauf ein Schritt zur Konsolidierung der deutschen mRNA-Forschung. Der Fokus liegt klar auf der Onkologie: Durch die Integration der CureVac-Technologie und der Fertigungskapazitäten wollen die Mainzer ihre Entwicklung von Krebsimmuntherapien beschleunigen. Beide Unternehmen teilen ähnliche Wurzeln und wurden historisch von langfristig orientierten Investoren wie dem Strüngmann-Family-Office (ATHOS KG) und Dietmar Hopp gestützt.

Mit dem Eigentümerwechsel folgte auch der personelle Umbruch. Der bisherige Vorstand von CureVac trat geschlossen zurück, die Führung wurde durch BioNTech-Manager ersetzt. Zunächst bleiben die organisatorischen Abläufe bestehen, während BioNTech die wissenschaftliche Integration der Pipelines prüft.

Ende einer Ära

Die Akte CureVac ist damit an der Börse geschlossen. Das Unternehmen, das im Jahr 2000 als einer der ersten mRNA-Entwickler startete und zuletzt harte Restrukturierungen durchlief, geht nun vollständig im früheren Konkurrenten auf. Die Börsennotierung wird nun auch formal bei der US-Börsenaufsicht SEC gelöscht, womit sämtliche Berichtspflichten entfallen.

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