CureVac verschwindet in wenigen Tagen von der Bildfläche der Börsen. Nach der Übernahme durch BioNTech ist der Handel mit den Aktien bereits ausgesetzt, die formale Dekotierung an der Nasdaq folgt nächste Woche. Parallel dazu bekommt die mRNA-Branche mit einer großen Patentklage von Bayer zusätzlichen Gegenwind.

Übernahme abgeschlossen, Delisting terminiert

Die Konsolidierung der deutschen mRNA-Landschaft ist faktisch abgeschlossen. BioNTech hat Anfang der Woche bestätigt, nach einem öffentlichen Umtauschangebot und einer anschließenden Reorganisation alleiniger Eigentümer der CureVac-Geschäftsaktivitäten zu sein. Auf dieser Basis beantragte CureVac die sofortige Aussetzung des Handels.

Wichtig für verbliebene Aktionäre:
- Der Handel an großen Handelsplätzen wie der Nasdaq ist bereits gestoppt.
- Das endgültige Delisting ist für nächsten Freitag, den 16. Januar 2026, vorgesehen.
- Mit diesem Datum verschwindet das Tickerkürzel „CVAC“ endgültig.

Die Transaktion war im Juni 2025 angekündigt worden und bewertet CureVac mit rund 1,25 Milliarden Euro. In BioNTechs globales Netzwerk fließen unter anderem die proprietären „RNA Printer“-Produktionsmodule sowie die Onkologie-Pipeline von CureVac ein.

Bayer-Klage gegen mRNA-Schwergewichte

Während BioNTech CureVac integriert, trifft die Branche eine neue juristische Auseinandersetzung. Am 6. Januar hat Bayer in den USA Klage gegen BioNTech, Pfizer und Moderna eingereicht.

Im Kern wirft Bayer den Unternehmen vor, Patente aus dem Monsanto-Portfolio verletzt zu haben. Es geht um Verfahren zur Stabilisierung von Boten-RNA, die nach Auffassung von Bayer ohne Lizenz in COVID-19-Impfstoffen genutzt worden sein sollen. Die frühere eigenständige Haftung von CureVac geht im Zuge der Übernahme auf BioNTech über, was die Integration um eine rechtliche Komponente erweitert.

Die Aktie von BioNTech reagierte mit erhöhter Schwankung, da der Markt den strategischen Wert der CureVac-Übernahme nun auch im Licht möglicher Schadenersatzrisiken neu einordnet.

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Ende einer bewegten Börsenhistorie

Mit dem Delisting endet eine kurze, aber intensive Börsengeschichte. CureVac galt zu Beginn der Pandemie noch als einer der potenziellen Vorreiter im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff, gemeinsam mit Moderna und BioNTech. Verzögerungen in der klinischen Entwicklung und Schwierigkeiten in der Herstellung bremsten diese Erwartungen jedoch deutlich.

Trotz operativer Rückschläge blieb die Technologieplattform für Branchenplayer attraktiv. BioNTech entschied sich für eine freundliche Übernahme und verhinderte damit, dass Wettbewerber Zugriff auf die CureVac-Assets erhielten.

Für BioNTech ist der Deal doppelt strategisch:
- Ein regionaler Wettbewerber wird aus dem Markt genommen.
- Bestimmte IP-Bereiche und Onkologie-Kapazitäten werden gestärkt.

Gleichzeitig macht der Zeitpunkt der Bayer-Klage deutlich, dass die juristischen Auseinandersetzungen rund um mRNA-Patente weitergehen und sich nun von direkten Wettbewerbsstreitigkeiten hin zu breiteren Ansprüchen großer Pharmakonzerne verschieben.

Nächste Schritte und Termine

Für die verbliebenen CureVac-Aktionäre steht nun der technische Abschluss des Squeeze-out-Prozesses im Vordergrund. Der Börsenhandel endet endgültig am kommenden Freitag mit der Dekotierung an der Nasdaq.

Im Fokus des Marktes steht anschließend BioNTech: Auf der anstehenden J.P. Morgan Healthcare Conference werden konkrete Aussagen zur Integration der CureVac-Vermögenswerte sowie zu den juristischen Auseinandersetzungen mit Bayer erwartet, die den weiteren Kurs der mRNA-Strategie maßgeblich mitprägen dürften.

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