Coinbase Aktie: Technologische Fortschritte
Coinbase gerät erneut zwischen die Fronten der US-Kryptopolitik. Der Rückzug der Unterstützung für ein zentrales Gesetzesvorhaben in Washington sorgt für Irritationen – nicht nur bei Politikern, sondern auch an der Börse. Während Analysten wie Goldman Sachs den Titel weiterhin positiv sehen, dominiert bei Anlegern aktuell vor allem eine Frage: Wie stark belastet der Regulierungskonflikt die Aktie kurzfristig?
Konflikt um den CLARITY Act
Auslöser der jüngsten Schwäche ist der Streit um den sogenannten CLARITY Act – ein Gesetzesentwurf, der einen klaren regulatorischen Rahmen für digitale Assets in den USA schaffen soll. Coinbase hat Mitte Januar seine Unterstützung für die jüngste Fassung öffentlich zurückgezogen. CEO Brian Armstrong stellte klar, er ziehe „kein Gesetz einem schlechten Gesetz“ vor.
Das Unternehmen nennt mehrere Kernprobleme des überarbeiteten Textes:
- faktisches Verbot tokenisierter Aktien
- deutliche Einschränkungen für dezentrale Finanzanwendungen (DeFi)
- die geplante Abschaffung von Rewards auf Stablecoins
Mit dieser Kehrtwende hat Coinbase das Verhältnis zu wichtigen Abgeordneten und zum Weißen Haus spürbar belastet. Aus Washington ist zu hören, dass die Regierung ihre Unterstützung für den CLARITY Act komplett zurückziehen könnte, falls Coinbase nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Damit wächst der Eindruck, dass sich die Fronten zwischen Krypto-Branche und Politik wieder verhärten.
Am 20. Januar kündigte Armstrong an, die Debatte zur Marktstruktur von Krypto-Assets beim Weltwirtschaftsforum in Davos weiterzuführen – unter anderem im Austausch mit Bankchefs und anderen Branchenführern. Coinbase versucht damit, Einfluss auf die Ausgestaltung der Regeln zu nehmen, ohne die eigenen strategischen Ziele aufzugeben.
Strategische Weichenstellung außerhalb der USA
Parallel setzt Coinbase deutliche Signale in Richtung internationaler Expansion. Ebenfalls am 20. Januar gab das Unternehmen seine Unterstützung für Bermudas Plan bekannt, eine „On-Chain-Nationalökonomie“ aufzubauen. Die Botschaft ist klar: Wo die Rahmenbedingungen als innovationsfreundlich gelten, will Coinbase früh eine Rolle spielen.
Diese Schritte unterstreichen, dass das Management die zunehmende Regulierung in den USA nicht einfach hinnimmt, sondern aktiv Alternativen und zusätzliche Standbeine sucht. Zugleich macht der Konflikt um den CLARITY Act deutlich, wie stark das Geschäftsmodell weiterhin von politischen Entscheidungen in einem Kernmarkt abhängt.
Analysten bleiben konstruktiv
Trotz des politischen Gegenwinds bleiben einige Investmentbanken positiv gestimmt. Goldman Sachs hat am 20. Januar sein Kursziel für Coinbase von 303 auf 310 US-Dollar angehoben und die Einstufung „Buy“ bestätigt. Bereits am 5. Januar hatte Goldman die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Ziel damals von 294 auf 303 US-Dollar erhöht.
Damit signalisiert das Institut, dass es die langfristigen Chancen höher bewertet als die aktuellen regulatorischen Risiken. Im Markt spiegelt sich diese Sicht bislang jedoch nur begrenzt wider. Die Aktie schloss gestern bei 197,58 Euro und liegt damit rund 23 % unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Druck deutlich macht.
Ein weiteres Detail aus dem institutionellen Lager: Allstate Corp hat am 20. Januar den Kauf von 7.358 Coinbase-Aktien gemeldet und damit eine neue Position aufgebaut. Das Volumen ist zwar überschaubar, zeigt aber, dass einzelne institutionelle Investoren die Schwächephase für einen Einstieg nutzen.
Ausblick: Davos und Zahlen als nächste Wegmarken
In den kommenden Wochen richten sich die Blicke vor allem auf zwei Ebenen: Zum einen auf mögliche Fortschritte oder weitere Eskalationen in den Gesprächen rund um den CLARITY Act – inklusive der Signale, die aus Davos kommen. Zum anderen auf die harten Zahlen: Am Donnerstag, 12. Februar 2026, nach US-Börsenschluss will Coinbase die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Der aktuelle Analystenkonsens erwartet einen Gewinn je Aktie von 1,05 US-Dollar bei rund 1,86 Milliarden US-Dollar Umsatz. Vor diesem Hintergrund dürfte sich zeigen, ob der Markt die regulatorischen Risiken weiterhin stärker gewichtet als die operativen Fortschritte des Unternehmens.
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