Coinbase Aktie: Politisches Machtspiel
Coinbase geht auf direkten Konfrontationskurs mit Washington. CEO Brian Armstrong entzog dem geplanten "CLARITY Act" am Wochenende überraschend die Unterstützung und zwang den Bankenausschuss des Senats damit zur Absage einer entscheidenden Anhörung. Statt eines faulen Kompromisses wählt der Krypto-Handelsplatz das Risiko, um ein künftiges Milliardengeschäft vor der Regulierungswut zu schützen.
Alles oder nichts im Senat
Die Botschaft aus der Coinbase-Zentrale ist eindeutig: "Lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz." Auslöser für den drastischen Schritt ist eine Überarbeitung des Gesetzestextes durch den Senat, die nach Ansicht von Armstrong die Zukunft des Unternehmens bedroht.
Im Zentrum des Konflikts steht das Verbot von Renditen auf Stablecoins. Für Coinbase ist dies keine bloße Formalität, sondern eine existenzielle Frage der Wachstumsstrategie: Das Unternehmen prognostiziert für das Jahr 2025 allein in diesem Sektor Einnahmen von über 1 Milliarde US-Dollar. Der aktuelle Gesetzentwurf würde dieses Geschäftsmodell faktisch beenden. Zudem kritisiert Armstrong drohende Einschränkungen im Bereich Decentralized Finance (DeFi) sowie erweiterte Befugnisse für die Börsenaufsicht SEC, mit der das Unternehmen bereits in diversen Rechtsstreitigkeiten liegt.
Isoliert gegen die Bankenlobby
Mit diesem Veto manövriert sich Coinbase in eine isolierte Position. Andere Branchengrößen wie Kraken, Ripple und der Risikokapitalgeber a16z halten weiterhin an dem Gesetz fest und drängen auf rechtliche Sicherheit.
Der Streit offenbart einen tieferliegenden Konflikt zwischen der Krypto-Branche und dem traditionellen Bankensektor. Regionalbanken betreiben intensives Lobbying gegen verzinste Stablecoins, da sie eine massive Kapitalflucht befürchten. Das Schreckgespenst eines Abflusses von bis zu 6 Billionen US-Dollar aus klassischen Sparkonten hin zu digitalen Assets bestimmt die Debatte. Coinbase verteidigt hier also nicht nur die eigene Bilanz, sondern eine disruptive Bedrohung für das etablierte Bankwesen.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der politischen Turbulenzen und der Ungewissheit zum Wochenstart zeigt sich der Markt bisher relativ gelassen. Die Aktie schloss am Freitag bei 241,15 US-Dollar und hält sich damit in Schlagdistanz zu den gleitenden Durchschnitten. Analysten sehen weiterhin Potenzial: Der Konsens liegt bei einem Kursziel von 362,68 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 50 Prozent entspricht. Auch technische Indikatoren wie MACD und RSI deuten laut Marktbeobachtern auf eine bullische Divergenz hin, sofern wichtige Unterstützungsniveaus halten.
Dass die Gespräche mit dem Weißen Haus laut Armstrong weiterhin "super konstruktiv" verlaufen, dürfte Anleger etwas beruhigen. Dennoch drängt die Zeit: Mit den im März 2026 beginnenden Wahlkampagnen für die Midterms schließt sich das Fenster für komplexe Finanzgesetze rapide. Ob der ursprünglich für den 27. Januar angedachte nächste Termin im Landwirtschaftsausschuss gehalten werden kann, hängt nun von einer schnellen Einigung mit den Bankenvertretern ab.
Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








